Super-Mario-Galaxy-2-©-2010-Nintendo

Super Mario Galaxy 2

10
Plattformer

Nachdem Nintendo 2007 mit Super Mario Galaxy gezeigt hat, wie man altbekannte Spielformate mit viel Liebe und Einfallsreichtum für Next-Generation Konsolen adaptiert, war eine Fortsetzung des Erfolgstitels unausweichlich. Mario, der allseits beliebte Schnurbartträger mit der roten Kappe ist zurück und bringt einige spaßige Neuerungen mit.

Die Story hält sich an das typische klassische Muster der Super Mario Spielreihe. Prinzessin Peach lädt Mario zu sich ins Schloss auf ein Tässchen Tee und ein paar Pilze ein. Doch als er vor dem Schloss ankommt, muss Mario mit ansehen, wie sein Erzfeind Bowser (wiedermal) die Prinzessin entführt. Mario wäre nicht Super, wenn er nicht sogleich zur Rettung der holden Maid in Not aufbrechen würde. Zum Glück helfen die schon aus Teil Eins bekannten Lumas, kleine bunte Sternenwesen, Mario dabei und bauen flink unter der Leitung des großen, lilanen Oberlumas ein Raumschiff.

Mit diesem Raumschiff ist Mario nun in der Lage von Planet zu Planet und von Galaxie zu Galaxie zu reisen. Als Antrieb nutzt das Raumschiff, genau wie im Vorgänger, die Energie der Power Sterne, welche auf den verschiedenen Planeten versteckt sind. Je mehr Sterne Mario sammelt, desto weiter kann sein Raumschiff fliegen, beziehungsweise desto mehr Planeten und Galaxien können besucht werden. Auf seiner Reise durch die Galaxien sammelt Mario eine ganze Reihe von süßen, kleinen Wesen ein, die ihn mit nützlichen Tipps und Ratschlägen unterstützen. Weltraumhasen, Pinguine und Bienen sind ja aus dem ersten Teil schon bekannt, neu hingegen sind Borkenmännchen, kleine hölzerne Kerlchen mit ebenso hölzerner Grammatik. Weitere Unterstützung erhält Mario durch den, ebenfalls aus dem ersten Teil bekannten, Toad Suchtrupp und natürlich von seinem Bruder Luigi.


Fallweise darf zu Beginn eines Levels gewählt werden, ob man nun als Mario oder Luigi spielen will. Eine ganz nette Abwechslung, aber spieltechnisch macht es keinerlei Unterschied mit wem von den Beiden man das Level spielt. Als neuer Begleiter ist diesmal Yoshie, der kleine grüne Dino mit der langen Zunge und dem unverwüstlichen Magen auch mit von der Partie. Mit ihm als Reittier läßt sich ein Großteil aller Gegner kurzer Hand runterschlucken und statt Eiern legt Yoshi jetzt Sternenteile. Neben seinem normalen Repertoire an Fähigkeiten wie Springen, Laufen, Ducken, Klettern, Drehattacke, Schwimmen und Tauchen gibt’s für Mario wieder einen ganzen Haufen an nützlichen Power-Ups. Die Mehrheit davon, allen voran die Feuerblume aber auch der Bienen-, der Geister-, der Sprungfederpilz und der Regenbogenstern, der Mario für kurze Zeit unbesiegbar macht, wurden aus Marios ersten Galaxieabenteuer übernommen. Frischen Zuwachs zur Power-Up Familie gibt’s mit der Wolkenblume und dem Steinpilz. Letzterer ermöglicht Mario als Felsbrocken umher zu rollen und dabei Hinernisse zu zerbröseln und Gegner platt zu machen. Dank der Wolkenblume kann Mario auf Wolken gehen und mittels Drehung der Wii Fernbedienung auch bis zu drei eigene Wolken erschaffen.

Nintendo hat auch Yoshi ein paar nette Power-Ups spendiert, genauer gesagt drei Stück, Die Chilischote, die Blasebalg- und die Glühbeere. Futtert Yoshi eine scharfe Chilischote, so macht ihm das kurzzeitig ordentlich Feuer unterm Hintern und lässt ihn über Wasseroberflächen rasen und Buchstäblich die Wände hochgehen. Durch die Blasebalgbeere bläht sich Yoshie auf wie ein Luftballon und schwebt dabei kontinuierlich höher und höher, bis ihm die Luft ausgeht. Nach verzehr einer Glühbeere beginnt Yoshi zu leuchten, was ihm ermöglicht zuvor unsichtbare Levelwege zu erhellen und zu begehen.

Die Steuerung ist Wii-typisch intuitiv und einfach und Dank beiliegender Anleitungs-DVD selbst von Anfängern sehr schnell erlernt. Grafisch bietet Super Mario Galaxy 2 ein aufwendiges und farbenprächtiges Spektakel das mit einem hervorragenden Leveldesign, viel Liebe zum Detail und einem großen Umfang (über 40 Levels) abgerundet wird. Die einzigen beiden Wehrmutstropfen sind der Zweispielermodus, bei dem der zweite Spieler mittels Fernbedienung lediglich Sternenteile einsammeln und Gegner kurzzeitig lähmen kann und der Kosmo-Assistent, eine Art Autopilot, der auf Wunsch bestimmte Levelabschnitte anstelle des Spielers durchspielt, dabei aber konsequent sämtliche Sternenteile, Münzen und Power-Ups auslässt. Super Mario Galaxy 2 ist eine sehr gute und spaßige Mischung aus Altbekanntem und Neuem und somit eine würdige Fortsetzung.

Plattform: Wii (Version getestet), Altersfreigabe (PEGI): 3, Spieler: 1-2, Erscheinungsdatum: 11.06.2010