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The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel

8
JRPG

Mit Nihon Falcoms The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel erscheint nun auch hierzulande die JRPG-Serie, die nun schon sich einiger Zeit einen Namen bei Genre-Fans gemacht hat.  Den Einstieg zu finden ist allerdings angesichts der dutzenden und zudem recht unüberschaubaren Releases gar nicht leicht. Mit The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel kommt nun einer der neueren Release in unsere Breitengrade und das auch noch mit State of the Art-Produktionsqualitäten. Der perfekte Zeitpunkt um zu überprüfen, ob sich ein Einstieg lohnt. Story-Fetischisten sei zunächst einmal versichert, dass der Titel einen guten Einstiegspunkt darstellt: Die Handlung ist völlig selbstständig und über vereinzelte Anspielungen und Cameos hinaus sollte einem Neueinsteiger daher nichts im Wege stehen.

Das Setting ist ein wilder Mix aus Elementen, die man von Final Fantasy Type-0 und Persona kennt: Der Spieler begibt sich auf einen Schulcampus und nimmt im Fantasy-Land Erebonia am täglichen Schulalltag von neun Klassenmitglieder teil. Dabei wechselt man von Social-Sim auf dem Campus hin zu Ausflügen in klassische RPG-Städte und -Dungeons. Der Spieler erkundet eine Zwei-Klassen-Gesellschaft und muss natürlich in klassischer JRPG-Natur sein Wertesystem und den Status Quo hinterfragen, um einen sinnvollen Rahmen für stundenlange Konflikte geliefert zu bekommen. Es ist bei Trails of Cold Steel allerdings schon auffällig, dass Charaktere und Handlung nicht ganz so ausgelutscht daherkommen wie man es von den oftmals Klischee-beladenen Vertretern des Genres kennt.

So wird etwa eine recht detaillierte Welt gezeichnet, in der sich glaubwürdige Charaktere mit nachvollziehbaren Problemen auseinandersetzen. Munkelt man zwar allgemein, dass The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel eher zu den schwächeren Ausgaben der Serie zählt, lassen sich gewissen Qualitäten, die die Reihe auszeichnen, trotzdem nicht verleugnen. Und immerhin merkt man dem Titel an, dass deutlich mehr Budget dahinter steckt als noch bei den Vorgängern, die im etwas lieblosen Playstation 1-Retro Look daherkamen.

Zahlreiche detaillierte Umgebungen, liebevolle Charaktermodelle und eine kompetente Vertonung machen aus dem Release einen herzeigbaren PS Vita-Titel, der sich nicht hinter Genre-Größen wie Persona verstecken muss. Überhaupt ist Trails of Cold Steel dank dem Schul-Sim Aspekt ideal für alle Persona-Fans, die nach dessen viertem Teil auf dem System eine lange Durststrecke zu beklagen haben.

Trails of Cold Steel versucht viele Aspekte miteinander zu vereinen, wobei keines der Systeme wirklich in einer Weise aufgeht, die richtungsweisend wäre. In seiner Gesamtheit ensteht allerdings ein vielseitiges, umfangreiches Erlebnis, das für jeden PS Vita-Besitzer eine Empfehlung wert ist – ganz besonders deshalb, weil in der zweiten Jahreshälfte 2016 bereits der zweite Teil erscheint, der nahtlos an das Geschehen aus diesem Titel anknüpfen wird und damit sicherlich ein Genre-Highlight darstellen könnte.

Plattform: PS Vita (Version getestet), PS3, Spieler: 1, Altersfreigabe (PEGI): 12, Release: 29.01.2016, trailsofcoldsteel.com




  • Knorki

    Hey, ich verstehe da was nicht: „Aufgabenbereich selbst definiert als: Pixel-Fachmann mit Expertenausweis?“ Wieso ist der selbstdefinierte Aufgabenbereich als Frage vormuliert? Und worauf zutreffend ist der genannte Spruch?