Aliens-vs-Predator-©-2010-Sega

Aliens vs Predator

8
Shooter

Der in-Trophäen-verliebte Predator, das sich seuchenartige ausbreitende Alien und der verzweifelt um sein Leben kämpfende Marine treffen sich erneut zu einem Stelldichein der gruseligen und blutigen Art. Mit Segas Neuauflage des berühmten Klassikers Aliens versus Predator kann der (Überlebens-) Kampf dreier unterschiedlicher Spezies nun auch auf den Next-Generation-Konsolen ausgefochten werden.

Traditionell darf in der Einzelspielerkampagne zwischen Predator, Alien und Marine gewählt werden, wodurch sich die Story je nach gewählter Rasse etwas anders gestaltet. Der inhaltliche Ausgangspunkt der Handlung bleibt aber bei allen drei Kampagnien gleich. Mister Charles Bishop Weyland hat mal wieder auf einem fernen Planeten eine uralte Predatorpyramide, welche eine noch viel ältere Alien Queen beherbergt, entdeckt. Die folgenden Forschungsarbeiten „zum Wohle der Menschheit“ beschwören einen Konflikt mit zwei außerirdischen Völkern herauf, bei dem die Menschheit nur den Kürzeren ziehen kann. Die Steuerung ist präzise, einfach gehalten und lässt trotzdem nichts vermissen. Die Grafik ist sehr gut und erzeugt gemeinsam mit der passenden Soundkulisse eine schön düstere und bedrohlich wirkende Atmosphäre, speziell in der Marinekampagne.

Sega hat die drei Kontrahenten mit einigen neuen Features versehen. Im Waffenarsenal des Predators finden sich neben einem schönen großen Wristblade an jedem Handgelenk, die altbekannte Plasmakanone und eine Smartdisc. Statt der Speargun gibt’s den Wurfspeer aus dem gleichnamigen Kinofilm und als Neuzugang/Lückenbüßer ein paar Annäherungsminen. Mit Hilfe der Maske kann man wieder zwischen drei Sichtmodi (Normal, Wärme und Alien) frei wechseln und was wäre ein echter Predator ohne seine Tarnung. Selbige verbraucht, im Gegensatz zur Plasmakanone und den Minen, neuerdings keine Energie mehr. Mittels des neuen Fokusmodus lassen sich nützliche Items und Informationen über anvisierte Gegner auf dem HUD anzeigen. Im Fokusmodus kann der Predator auch größere und weitere Sprünge ausführen, wodurch man sich im Dschungel von Baum zu Baum bewegen kann, während man ahnungslose Marines jagt. Im Nahkampf kann der Predator, wenn er sich vorsichtig anschleicht eine lautlose Tötung durchführen oder nach erfolgreichem Überraschungsangriff eine Trophäe ernten. Einziger Wermutstropfen: der Siegesschrei fehlt leider.


Das Alien ist extrem agil und krabbelt problemlos über sämtliche Wände und Decken. Als Waffen stehen ihm seine Krallen und der Schwanz zur Verfügung. Damit man sich während den Kletterpartien und in der Hitze des Gefechts nicht verirrt zeigt ein kleiner Marker in der Mitte des Alien HUDs immer an, wo sich der Boden befindet. Mittels Zischlaut lassen sich nichts ahnende Marines anlocken, vorzugsweise in ein dunkles Eck. Dort hängt man dann als Alien an der Decke und bereitet seinem Opfer entweder durch eine lautlose Tötung oder einen Todesstoß ein schmerzvolles Ende. Dank neuem Feature kann das Alien Zivilisten jetzt infizieren, sprich es hält den Zivilisten fest, so dass der herankrabbelnde Facehugger seinen Job in aller Ruhe erledigen kann. Sehr fies! Der Marine…nun ja, die Tatsache, dass er auf der Verpackung nur als Prey (Beute) betitelt wird, sagt eigentlich schon alles. Die Marinekampagne ist leider recht langweilig, weil sehr vorhersehbar. Man ist generell alleine unterwegs, chronisch unterbewaffnet und die meiste Zeit in dunklen Gängen und Räumen unterwegs. Selbige darf man mit der Taschenlampe und ein paar Magnesiumfackeln erleuchten, Nachtsichtgerät gibt’s trotz futuristischer Technologie nicht.

Wann immer einem andere Marines begegnen kann man totsicher (Achtung Wortspiel!) davon ausgehen, dass diese innerhalb der nächsten paar Sekunden von ein paar Aliens getötet und verschleppt werden. Um seine Haut zu verteidigen darf der Marine neben der Standardpistole, die Pulsrifle, eine Schrottflinte, ein Flammenwerfer, ein Scharfschützengewehr und die Smartgun verwenden. Allerdings kann er nie mehr als zwei Waffen, oder eine einzelne Smartgun auf einmal tragen, sonst wärs ja kein Survial-Horror. Zusätzlich ist das Fadenkreuz auf dem HUD sehr schlecht zu sehen.

Im Multiplayer darf man online mit bis zu 17 weiteren Spielern in den Modi Survivor (Marines kämpfen gegen mehrere Wellen an Aliens), Predator Hunt (ein Predator gegen mehrere Marines), Infestation (ein Alien gegen mehrere Marines und jeder getötete Marine kommt als weiteres Alien wieder), Death Match, Species Death Match (ein Marineteam, ein Alienteam und ein Predatorteam kämpfen gegeneinander), Mixed Species Death Match (das Team setzt sich aus allen drei Rassen zusammen) und Domination (zwei Teams kämpfen um die Dominanz über strategische Punkte in einem Level) weiterkämpfen. Solider Survival-Horror, der das typische Aliens vs. Predator Feeling stimmig einfängt aber leider bei der Story im Einzelspielermodus etwas schwächelt.

Plattform: Xbox 360, PS3, PC, Altersfreigabe (PEGI): 18+, Spieler: 1, 2-18 Online, Release: 19.02.2010