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Band of Skulls – Sweet Sour

Mit „Sweet Sour“ veröffentlicht die englische Band of Skulls ihr zweites Studioalbum; eine Empfehlung für The White Stripes-,The Kills- und Konsorten – Liebhaber…

Das impliziert allerdings auch schon die Vermutung, dass Band of Skulls sich hier nicht wirklich besonders angestrengt haben, um den Rock’n’Roll neu zu erfinden. Und diese Vermutung ist nicht ganz unrichtig. Obwohl an und für sich ganz solide und auch mit dem ein oder anderen sehr eingängigen Ohrwurm versehen, ist es nicht das innovativste Album, dass uns 2012 bis jetzt beschert hat. Aber warum auch etwas neu definieren, dass ohnehin schon funktioniert? So also wird der Stil des Vorgängeralbums (und der im darauffolgenden Jahr erschienenen EP) kurzerhand beibehalten.

Der Garage-Blues, der es dem Trio aus Southampton so angetan zu haben scheint, ist hier wie auch schon auf ihrem 2009er Debüt Baby Darling Doll Face Honey ein offensichtlicher Einfluss, den Russell Marsden, Emma Richardson und Matt Hayward erneut aufgenommen und zu 10 neuen Songs weiterverarbeitet haben. Von ruhig und melodisch bis rockig ist alles dabei und gitarrenlastig.



Die Musik der drei Südengländer braucht auch nicht mehr als eine altbewährte Gitarren-Bass-Schlagzeug-Kombination, um zusammen mit den Stimmen von Marsden und Richardson das zu transportieren, was es zu transportieren gibt; nämlich simpel gehaltene, aber schöne Musik. Halb Rock, halb Blues und fast zur Gänze gelungen.

Die musikalische Nähe zu (hauptsächlich) den White Stripes ist Band of Skulls dennoch nicht abzuerkennen und ein kleiner Wermutstropfen über den man hinwegsehen muss, denn das tut der eigentlichen Qualität der Songs keinen Abbruch. Und im Vorprogramm von Black Rebell Motorcycle Club und Muse spielt man ja auch nicht ohne guten Grund.

 Band of Skulls – Sweet Sour, PIAS/Rough Trade