Stone Sour – Audio Secrecy

5
Hardrock

Als ein „Nebenprojekt“ kann man Stone Sour schon lange nicht mehr bezeichnen. Die Band rund um Slipknot Sänger Corey Taylor und Gitarrist James Root hat sich schon lange eine eigenständige, feste und vor allem ziemlich geduldige Fanbase aufgebaut. Nach vier Jahren des Wartens erscheint nun das dritte Album der Hardrock-Band. Bereits die erste Single „Say You’ll Haunt Me“ lässt erahnen was einem auf dem neuen Werk von Stone Sour erwarten wird. Die Nummer, welche Taylor seiner Frau widmet ist ein rockiger Pop Song, der textlich sehr schmalzig um die Ecke kommt und den Vergleich mit Nickelback leider irgendwie unumgänglich macht. Das muss zwar nicht unbedingt bei allen negative Assoziationen hervorrufen, verwundert aber bei dieser Band dennoch (etwas).

Ok, bei Stone Sour erwartet man nicht unbedingt die harten, brüllenden Melodien und auch keine wütenden, bösartigen Texte wie bei Slipknot, aber ein bisschen mehr als weichgespülte Gefühlsduseleien hätte es dann doch sein dürfen. Zwar ist bekannt, dass Corey Taylor in dieser Band seine sensible Seite zeigen und von seiner harten Schale ablenken möchte, aber auf >Audio Secrecy< wird’s dann doch etwas zu viel des Guten. Die schmalzigen Songs (unter anderem „Dying“ und „Anna“), drängen die durchaus vorhandenen starken Nummern („Nylon 6-6“ oder „Mission Statement“) fast ins Aus, weil man von der ganzen Sentimentalität leicht erdrückt wird und die restlichen Werke aus der Taylor’schen Feder eher mit etwas Abstand auf sich wirken lässt. Die Platte ist zwar nicht schlecht, aber überzeugen geht  anders. Irgendwie erwartet man dann doch mehr.

Stone Sour – Audio Secrecy (Roadrunner)