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Tom Clancy’s Splinter Cell Blacklist

Ein typisches Tom Clancy-Szenario bedroht die Welt: Eine Gruppe an Terroristen bedroht die USA mit gezielten Anschlägen und nur Sam Fisher mit seinem Team des neu gegründeten „Fourth Echelon“ kann sie stoppen.

Tom Clancy’s Splinter Cell Blacklist ist wie immer in zahlreiche Missionen gegliedert, welche auf drei Arten gespielt werden können, um diverse Belohnungen freizuschalten. Entweder man versucht völlig unentdeckt zu bleiben und schleicht passiv durch die Levels, oder man versucht Gegner leise auszuschalten, oder man schießt sich ohne Kompromisse den Weg frei. Jeder der Wege schaltet Boni frei, was das mehrmalige Spielen und Ausprobieren unterhaltsam gestaltet.

Die Kampagne selbst ist recht umfangreich und bietet Tom Clancy-Fans die gewohnte Dosis an politischem und technischem Gerede – auffallend ist allerdings die Tatsache, dass man den Charakter Sam Fisher im Vergleich zum Vorgänger stark zurücknimmt und die persönlichen Motivationen des Hauptcharakters damit der Vergangenheit angehören. Die Handlung erreicht eher Mittelmaß und während der Single-Player Modus zu keinem Zeitpunkt „schlecht“ ist,klassische Elemente mit neuen aus dem Vorgänger gut mischt, so bleibt er durch nichts wirklich in Erinnerung.

Splinter Cell: Blacklist lebt eher von den Multiplayer Möglichkeiten, die hineingepackt wurden. Zahlreiche Koop-Missionen können gemeinsam mit Freunden absolviert werden und endlich erfährt auch der klassische Spies vs. Mercs-Modus, in dem Egoshooter-Wachen gegen Stealth-Gameplay-lastige Spione asymmetrisch gegeneinander antreten, ein zeitgerechtes Comeback. Der Modus bewahrt sich alle Stärken von früher, während Blacklist mit einigen neuen Spielmöglichkeiten experimentiert – so kann der 2 vs 2-Playercount erhöht werden und Spione können sogar mit Wachen gegen ein anderes Team zusammenarbeiten.

Splinter Cell: Blacklist fühlt sich weniger wie der große neue Release der Serie an, sondern vielmehr wie ein Best-Of, das zum Ende der Konsolengeneration noch einmal alle funktionierenden Elemente in einem großen Paket vereint. Dadurch ist es einerseits das kompletteste Spiel der Serie, andererseits aber auch das eintönigste – die zahlreichen Multiplayer-Modi geben dem Spiel aber genug Langlebigkeit, um einen Kauf zu rechtfertigen.

Plattform: PS3 (Version getestet), PC, Xbox 360, Wii U, Spieler: 1-2 (Co-Op), 2 vs 2 (online),
Altersfreigabe (PEGI): 18, Release: 23.08.2013, http://splintercell.ubi.com/blacklist/