Super-Mario-Bros-Wonder+Gemeinsam_im_Bellabel-Park-(c)-2026-Nintendo

Super Mario Bros. Wonder + Gemeinsam im Bellabel-Park

9
Plattformer

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Tatsache, dass Nintendo noch einmal bei allen Switch-Hochkarätern Hand anlegt, ist interessant.

Nicht immer ist das notwendig, aber man darf gespannt verfolgen, wo Nintendo Bedarf zum Nachbessern sieht. Diesmal ist Super Mario Bros. Wonder dran und bekommt mit Gemeinsam im Bellabel-Park ein Upgrade verpasst, das nicht konfuser aufgebaut sein könnte – aber dafür sind wir ja da. (Der offizielle Titel übrigens: Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park!)

Nintendo bessert nach: Die größten Mankos des Originals

Wer sich einfach ein DLC-Upgrade erhofft hat, wird gleich mal verwirrt. Neue Welten im Sinne des Basis-Spiels sucht man vergeblich. Vielmehr sind die Entwickler wohl in sich gegangen und haben überlegt, wo die größten Mankos des Ursprungsspiels liegen, und haben dann unterschiedliche Strategien entwickelt, wie damit umzugehen ist. Es entsteht so eine lange Liste mit Features, die wirklich nur im losesten Sinn miteinander verknüpft sind. Rosalina spielbar hier, ein neues Item da – versuchen wir mal, ein bisschen Struktur zu schaffen: Das Kernstück der Erweiterung ist mit Sicherheit der Challenge-Modus.

Hier besucht der Spieler noch einmal in etwa 60 Aufgaben zwar bekannte Levels, diese sind aber mit neuen irrwitzigen Aufgaben versehen. Time-Trials mischen sich mit neuen Gimmicks, die man im Basis-Spiel wohl als Wonder-Features verkauft hätte. Man prallt manchmal als Flummi durch die Levels, muss dann wieder allen Münzen ausweichen, und meistens gibt es auch ein hartes Zeitlimit obendrauf. Die Aufgaben bieten gewohnte Mario-Qualität mit Anspruch und halten den Spieler für eine gute Weile bei Laune.

Wer sich jetzt doch lieber „eher neu“ wünscht, für den liefert Nintendo etwas, das die größte Schwäche des Basis-Spiels ausbessert: 7 Koopalings bieten aufwendige Boss-Einlagen, die vor allem in der schwierigeren Challenge-Version dem Spieler alles abverlangen. Zusammen mit dem Flower-Power-Up, das nur per Fähigkeits-Badge in das Hauptspiel hinübergebracht werden kann, kommen so schon ein paar Stunden Spielspaß zusammen.

Bellabel-Park-Modus: Spaß auf der Couch, wenig online

Und dann wäre da natürlich noch der im Marketing zentral platzierte Mehrspieler-Modus: So eine Art Mario-Party-Minispiel-Sammelsurium in der Mario-Wonder-Engine kann auf Partys für Kurzweil sorgen. Wenig erwähnt hat Nintendo allerdings die Tatsache, dass man die Spiele praktisch nicht online spielen kann. Online gibt es eine mickrige Auswahl an immer gleichen Renn-Minispielen, die so öde und freudlos wirken, dass man schon mal vergisst, dass man einen Mario-Titel vor sich hat.

Neben vielen kleinen Optimierungen, wie dem Aufstocken der Multiplayer-Geister in allen Levels von 4 auf 6 oder freischaltbaren Doppel-Badges, kommt so doch ein solides Paket zusammen, das Super Mario Bros. Wonder noch einmal ordentlich aufwertet.

Fazit zu Super Mario Bros. Wonder: Ein ungleiches, aber lohnenswertes Upgrade

Das Basis-Spiel an sich bleibt grandios wie eh und je, nun natürlich in 4K genießbar, und zusammen mit dem neuen Content bleibt Super Mario Bros. Wonder der glorreichste 2D-Platformer, den Nintendo je veröffentlicht hat.

Plattform: Switch 2 (Version getestet), Altersfreigabe (PEGI): 3, Spieler: 1-4 (lokal und online), Release: 26.03.2026, Link zur offiziellen Webseite




Entdecke mehr von pressplay

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen