End-of-Watch-©-2012-Tobis

End of Watch

7
Action-Drama

South Central L.A. – ein Stadtteil in dem Bandenkriege, Drogen und Gewalt zum Alltag zählen. Zwei Cops ziehen hier ihre tägliche Streife und geraten dabei fast routinemäßig in Schießereien und Verfolgungsjagden…

Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) und Mike Zavala (Michael Peña) sind zwei amerikanische Polizisten, die in einem der gefährlichsten Stadtteile Los Angeles auf Streife gehen. Nach der Festnahme eines Mexikaners, der nicht nur bündelweise Dollarscheine, sondern auch jede Menge Waffen bei sich hat, führt die Spur zu einem mächtigen Drogenring. Den beiden befreundeten Polizisten gelingt es immer mehr Einzelheiten aufzudecken, wodurch sie schon bald auf der Abschussliste der Drogenbosse landen…


Durch die Fernsehserie Cops wurde der Alltag der amerikanischen Polizisten in die Wohnzimmer der US-Bürger gebracht. Regisseur David Ayer nimmt die Idee auf und zeigt in End of Watch den Arbeitsalltag zweier Cops in Los Angeles. Um einen möglichst realistischen und realitätsnahen Eindruck zu vermitteln, wurde der gesamte Film mit Handkameras, die von den Protagonisten selbst bedient werden, und mit auf den Streifenwagen installierten Kameras gedreht.

Was zu Beginn spannend und mitreißend wirkt, wird jedoch zunehmend anstrengend. Die ständig verwackelten, hektischen und auch noch rasant geschnittenen Bilder lassen die Zuschauer kaum zur Ruhe kommen. Obwohl der Streifen dramaturgisch gut aufgebaut ist, hätten ihm hin und wieder ruhigere und weniger verwackelte Bilder gut getan. Jake Gyllenhaal und Michael Peña können in ihren Rollen durchaus überzeugen. Anders als in den vorherigen Filmen von David Ayer sind sie keine korrupten Polizisten, sondern erfüllen ihre Rolle als „Beschützer“ und „Hüter der Gesetze“. Trotzdem schrecken sie vor dem Einsatz von Gewalt nicht zurück und benützen auch schnell und ohne ein zweites mal nachzudenken ihre Waffen.

Regisseur David Ayer, der selbst einige Zeit in South Central Los Angeles lebte, versucht in End of Watch ein realitätsnahes Bild dieses Stadtteils abzugeben. Die Cops stoßen dabei auf Junkies, die ihre eigenen Kinder im Drogenrausch gefesselt im Kasten einsperren, genauso wie auf Latinos, die Menschenhandel betreiben, oder Banden, die im ständigen Kampf miteinander stehen. Die vielschichtigen sozialen Probleme, die jedoch häufig Grund für diese Verbrechen sind werden nicht thematisiert. Vielmehr erzählt End of Watch eine typische amerikanische Heldengeschichte zweier Cops, die Kinder aus brennenden Häusern retten und sich selbst als diejenigen bezeichnen, die „die Gejagten vor den Jägern und die Guten vor den Bösen beschützen“.

Regie & Drehbuch: David Ayer, Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michael Peña, Anna Kendrick, Natalie Martinez, Frank Grillo, Laufzeit: 109 Minuten, Kinostart: 21.12.2012




  • Chris

    Für mich einer der besten Cop-Thriller der letzten Jahre, überraschend gut besetzt mit Jake Gyllenhaal und vor allem Michael Pena. Funktioniert nicht nur als LAPD-Tribut, sondern auch als Actionfilm! Nicht von der Thematik und der Kamera-Ästhetik abschrecken lassen..

    • Marco

      seh ich genau so. Echt überraschend guter Film, war selbst sehr begeistert. Vor allem ist die Atmosphäre sehr stimmig und großteils sehr konsequent durchgezogen