Die Gewinner der diesjährigen Golden Globes stehen fest, einige Überraschungen sind auch dabei. Die großen Abräumer sind jedenfalls The Revenant und The Martian, was uns als Filmfreunde natürlich sehr gefreut hat.
Kino
BeiträgeThe Revenant – Der Rückkehrer bietet zwar eine spannende Prämisse und potenziell interessante Figuren, verpackt in eine spannende Erzählung, wird aber gleichzeitig zu sehr von bedeutungsschwangeren Szenen und einer gekünstelten Emotionalität heimgesucht.
Tom Hooper setzt in The Danish Girl auf eine etwas freie Interpretation, aber dafür leichter zugängliche Erzählung des bewegenden Lebens von Lili Elbe und ebnet sich damit höchst wahrscheinlich den Weg zum Oscar.
Star Wars: Das Erwachen der Macht unterhält und ist spannend, mit einer ordentlichen Portion Nostalgie und überraschend gelungenen neuen Figuren. J.J. Abrams macht eigentlich nichts falsch, trotzdem ist die Handlung einfallslos und vorhersehbar. Ein wenig überraschender, aber durchaus gelungener Einstand in eine neue Trilogie.
Wo lässt es sich schöner Scheitern, als in New York? Nirgends, findet Mistress America und lässt es seine Protagonistinnen prompt vormachen.
Alle Jahre wieder sind die Golden Globes nicht nur (vermeintlich) richtungsweisend für die nachfolgenden Academy Awards, sondern auch ein kleiner Reminder, welche netten Filme im ausklingenden Kinojahr so über die Leinwände liefen.
Katniss ist zurück und ihr Kampf gegen das Regime und Präsident Snow wendet sich in Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 dem Ende zu – doch der Präsident ist nicht so leicht unterzukriegen.
Eines gilt für Kochkunst wie für Filmkunst: ohne gute Zutaten kommt nur Junk Food raus, egal wie schick man es aufbereitet. Genau das passierte in der Kinoküche von Regisseur John Wells und Drehbuchautor Steven Knight, die weder eine frische Story, noch abgerundete Charaktere einsetzen.
Zwei alte Männer, die sich zwischen Leben und Sterben über ihren Harn und andere Dringlichkeiten unterhalten? Klingt vielleicht nicht so einladend, ist aber zumindest erstaunlich schön anzusehen.
Steve Jobs gehört wohl zu den schillerndsten und zugleich eindrucksvollsten Persönlichkeiten unserer Zeit. Niemand geringerer als Danny Boyle hat nun ein Biopic über den Apple-Mitbegründer auf die Leinwand gebracht.
Ähnlich wie schon Morgan Spurlock in Super Size Me unterzieht sich in Voll verzuckert – That Sugar Film der Australier Damon Gameau einem kulinarischen Selbstexperiment. Statt Burger erhöht er in seiner Doku seinen Tageskonsum von Zucker.
Spectre ist der 24.Teil der Bond-Serie, der vierte mit Daniel Craig als 007 und der zweite in Regie von Sam Mendes. Eine düstere Geschichte und gewohnt atmosphärische Landschaftsbilder. Der Spannungsaufbau gelingt, doch dann verlaufen sich die Spuren im sprichwörtlichen Schnee. Schafft es Spectre trotzdem in den Bond-Olymp?