Die an surrealistische Gemälde erinnernden Poster zu Christina Gallegos epischem Regiedebüt sind Vorboten eines seltenen Reichtums an ästhetischer und dramaturgischer Komplexität.
Kino
BeiträgeIm Krieg sterben Leute. Solch verbrauchte Phrasen, doziert mit selbstgerechtem Paternalismus, sind der Zenit welthistorischer Erkenntnis in Raul de la Fuentes und Damian Nenows reduktivem Spielfilmdebüt.
Wenigstens eines gelingt Neil Burgers uninspiriertem Remake einer Komödie: Die überflüssige Neuauflage illustriert unwillentlich, wie persistent ethnische Stereotypen und rassistische Klischees sind.
Jacques Audiard bringt mit seinem entschleunigten Odyssee-Western den unglamourösen Alltag von zwei Auftragsmörder-Cowboys auf die Leinwand. Das Credo lautet: Erschießen oder erschossen werden.
Genau wie die Titelheldin zu Beginn der formalistischen Comic-Adaption kämpft Marvels neuster Ableger verbissen darum, etwas zu sein, das er nicht ist.
In mehr als einer Hinsicht ist Barry Jenkins einfühlsame Romanverfilmung eine Eloge an Liebe, die sich ungeachtet aller Widrigkeiten behauptet.
Es ist so weit, die Oscars sind vergeben. Die Gewinner freuen sich und die Verlierer … na ja, die freuen sich halt etwas weniger.
Mit dem neuesten Leinwandabenteuer der Drachenreiter von Berk heben Regisseur Dean De Blois und sein Team die Animationskunst auf ein neues Level und setzen einen rührenden Schlusspunkt.
Die komplexe Verstrickung von Kriminalität, Moral und Zusammengehörigkeit veranschaulicht der Originaltitel des diesjährigen Gewinners der Goldenen Palme weit besser als der austauschbare deutsche Verleihtitel.
Disneys Ideenarmut und Innovationsresistenz übertrifft einzig die Schwülstigkeit der Szenerie von Rob Marshalls jüngstem Mainstream-Musical …
Peter Farrelly, eher bekannt durch die Komödien Dumm & Dümmer und Verrückt nach Mary, versucht sich mit Green Book zum ersten Mal im dramatischen Fach – aber auch da kommt der Humor nicht zu kurz.
Die Oscar-Nominierungen sind da – und wie jedes Jahr gibt es herzlich wenig Überraschungen.