Moonlighter 2: The Endless Vault
Moonlighter ist einer dieser Indie-Darlings, die man immer wieder spielen kann. Der Zyklus, in die Tiefen von Dungeons vorzudringen, um allerlei Ramsch aufzutreiben, der dann im persönlichen Shop unter die Leute gebracht werden muss, wird eigentlich nie fad. Nun lebt auch das Sequel, Moonlighter 2: The Endless Vault, von genau diesem Element. Diesmal ist das Abenteuer in ein schickes 3D-Gewand gehüllt. Weiterhin in Top-down-Ansicht, setzt das Spiel auf aufwendige Effekte und Animationen, um mit der zeitgemäßen Optik ein breiteres Publikum anzulocken.
Schicke 3D-Optik, bekannter Rhythmus
Eine großartige Neuerung ist dabei die Beschaffung der Ware. Zuvor war es so, dass man sich immer weiter in schwierigere Labyrinthe vorwagte, um dort immer seltenere Items aufzutreiben, die sich zu einem hohen Preis verhökern ließen. Diesmal haben alle Items einen gewissen Basiswert und es dreht sich alles darum, deren Qualität über Grid-Puzzles zu erhöhen. Beim Einstecken entfalten manche Artefakte spezielle Fähigkeiten, und je nach Biom gibt es unterschiedliche Gimmicks, die aufmerksamen Spielern viel Gelegenheit bieten, ihre Beute wertvoller zu machen.
Der Shop selbst ist gefüllt mit neuen Features, die ebenfalls das Arrangieren der Items in den Schaufenstern dynamischer gestalten. So optimiert man Trinkgeld, sammelt spezielle Perks oder lässt sich von kleinen Haustieren den Gewinn absegnen. All das macht eine Menge Spaß, doch ein Problem steht im Raum.
Roguelite-Einerlei: Wenn Arenen die Abwechslung ersetzen
Die Zelda-anmutenden Dungeons, die beim Vorgänger das Rückgrat des Geschehens stellten, sind Vergangenheit. Stattdessen findet man einen absolut langweiligen und berechenbaren Hades-artigen Level-Ablauf. Man bewegt sich von Arena zu Arena, die sich im Grunde völlig identisch anfühlen. Man sammelt Kampf-Perks, mit denen man in einem Run versucht, einen Build zu kreieren, der das Besiegen des Endbosses ermöglicht.
Alles ist dabei immerhin kompetent und funktioniert, aber das Problem bei Moonlighter 2: The Endless Vault ist schlicht ein Mangel an Abwechslung. Ohne das Navigieren durch Labyrinthe wählt man nun eben einfach simple Levels aus, wie schon in unzähligen anderen Indie-Spielen. Damit geht ein wenig die Persönlichkeit verloren, die den Vorgänger so sympathisch gemacht hat. Zudem hat man das Gefühl, dass das Spiel einen spürbaren Fortschritt stark reguliert und sich so künstlich in die Länge streckt.
Fazit zu Moonlighter 2: Süchtig machender Shop-Loop rettet das Roguelite
Dennoch kommt am Ende noch immer ein stimmiger Dungeon-Crawler heraus. Was Moonlighter 2: The Endless Vault rettet, ist die andere Seite der Medaille: So richtig den Rubel rollen zu lassen und anschließend in der zentralen Stadt shoppen zu gehen, ist süchtig machend wie eh und je.
| Plattform: | Switch 2 (Version getestet), PS5, PC, Xbox Series X/S |
|---|---|
| Spieler: | 1 |
| Altersfreigabe (PEGI): | 12 |
| Release: | 02.09.2026 |
| Offizielle Webseite: | Zur offiziellen Webseite von Moonlighter 2 |