Mina the Hollower
Lange hat es gedauert, bis die kreativen Köpfe hinter Shovel Knight mit Mina the Hollower mal wieder einen echten Release zusammen bringen. War Shovel Knight noch ein wenig das Abfeiern der 8-Bit-Ära, schickt sich diesmal Mina an die Gameboy-Ära neu aufzumischen.
Das klare Vorbild ist dabei kein geringerer Zelda-Ableger als Link’s Awakening. Doch man sollte sich von der Optik allein nicht täuschen lassen: Mina the Hollower ist nicht wirklich ein Zelda-like. Vielmehr kann man den Spielablauf mit moderneren Spielen wie Dark Souls vergleichen. Der Spieler erkundet eine verzweigte Welt, in der alle zwei Schritte eine neue Variante des Todes wartet. Der neue Titel der Entwickler von Yacht Club Games ist von der ersten Minute gnadenlos und startet mit einem Schwierigkeitsgrad, der so manchen Zelda-Fan abschrecken wird.
Die Burrow-Mechanik als Herzstück des Gameplays
Aber wie es sich für die besten Dark Souls-Ableger gehört: So sehr das Spiel mit allen Mitteln versucht, dem Spieler das Leben schwer zu machen, genau so stehen dem Spieler zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, die Waage wieder in vielen kleinen Schritten zu seinen Gunsten umzudrehen. Währung sammeln, hochleveln und Trinkets aufspüren, die mit zahlreichen perfekt durchdachten Effekten und Kombo-Potenzialen dem Spieler das Leben leichter machen.
Die Stunden verrinnen und der Spieler lernt Gegner und Fallen auswendig, während er selbst immer stärker wird und irgendwann dreht sich der Wind und es geht alles locker-flockig aus der Hand. Zentral platziert ist dabei die „Burrow“-Mechanik, die Mina in den Boden tauchen lässt. Der kleine Sprung, der initial eine Schwachstelle öffnet; die Geschwindigkeit unter der Erde sowie das Herausspringen über ganze zwei Felder sind alles Details, die der Spieler bis zur Perfektion verinnerlicht.
Dazu gesellen sich zahlreiche Waffenkombinationen und Sub-Waffen, die ganz klar die eigentliche Irritation des Spieles offenlegen: Vielmehr als bei Zelda hat man bei Mina das Gefühl, es handle sich um einen klassischen Castlevania-Ableger. Die Wucht, mit der fehlerhafte Mikroentscheidungen bestraft werden, die Kombination aus limitierten Sub-Waffen mit der langsamen Hauptwaffe und die komplexen Gegner-Muster, die selbst den geduldigsten Spieler zur Weißglut bringen können – all das lässt eine Menge Nostalgie aufkommen.
Sechs Areale, Modifier und kein Ende in Sicht
Zu guter Letzt kommt noch der Umfang hinzu, der dem Spieler seinen Respekt abverlangt. Gefühl kommt Mina the Hollower schon mit zwei zusätzlichen DLC-Packs daher, so umfangreich ist das Spiel. Sechs gigantische Areale, die mit völlig einzigartigen Ideen auf Eroberung warten, lassen die Stunden verrinnen, ohne dass jemals ein Ende in Sicht ist.
Ist es dann endlich soweit und nach dutzenden Stunden laufen die Credits, gibt es noch immer jede Menge Gründe noch einmal in die Welt von Mina zu tauchen. Zum Beispiel um die zahlreichen Modifier auszuprobieren, die es dem Spieler erlauben das Spiel in fast jeder erdenklichen Weise umzugestalten: Einfacher, schwerer, seltsamer. Mit dem Titel ist man wirklich so lange beschäftigt, bis man genug hat.
Fazit zu Mina the Hollower: Nostalgie und modernes Design in perfekter Symbiose
Mina the Hollower stellt einen modernen Klassiker höchster Klasse dar. Perfekt durchdachte Spielmechaniken, künstlerisch einwandfrei, ist auch der Umfang so respektabel ausgefallen, dass man wirklich nach Problemen suchen muss. An Mina führt für Retro-Fans und solche, die es werden wollen, eigentlich kein Weg vorbei.
| Plattform: | Switch 2 (Version getestet), Switch, PC, PS5, Xbox Series X/S |
|---|---|
| Spieler: | 1 |
| Altersfreigabe (PEGI): | 7 |
| Release: | 29.05.2026 |
| Offizielle Webseite: | Zur Webseite von Yacht Club Games |