1967 interviewte der Schriftsteller Amos Oz junge Männer, die gerade aus dem „Sechstagekrieg“ zurückgekommen waren. Die Dokumentation Censored Voices widmet sich nun den daraus entstandenen Tonbandaufnahmen, deren Veröffentlichung damals verboten war.
Filme
BeiträgeIn 99 Homes kämpft ein junger Vater verzweifelt um sein Zuhause, erkennt, dass er kein Einzelfall und Amerika das Land der Sieger ist. Ein sowohl gesellschaftskritischer, wie auch vorhersehbarer Film.
Roland Emmerich, seines Zeichens „Meister“ des Katastrophenfilms, kehrt zurück: Wer dachte, dass nach visuell opulenten Großtaten wie Independence Day, Godzilla und The Day after Tomorrow schon alles in Sachen Zerstörungswut gesehen zu haben, wird abermals vom Regisseur mit deutschen Wurzeln vorgeführt.
Dunkle Gestalten mit langen Klauen und großen Augen, die Nacht für Nacht wiederkommen, ohne dass man sich ihrer erwehren kann? Gutenachtgeschichten sehen anders aus.
Eine sehr freie, spanische Adaption von Philip K. Dicks Träumen Androiden von elektrischen Schafen? kann doch nur interessant sein? Nun, Androiden Träumen ist zumindest komplett anders als erwartet.
Spectre ist der 24.Teil der Bond-Serie, der vierte mit Daniel Craig als 007 und der zweite in Regie von Sam Mendes. Eine düstere Geschichte und gewohnt atmosphärische Landschaftsbilder. Der Spannungsaufbau gelingt, doch dann verlaufen sich die Spuren im sprichwörtlichen Schnee. Schafft es Spectre trotzdem in den Bond-Olymp?
David Foster Wallace galt schon zu Lebzeiten als gefeierter Schriftsteller und introvertierte, komplexe Persönlichkeit. In The End of the Tour stellt sich Jason Segel, der sonst eher aus Komödien bekannt ist, der schwierigen Aufgabe den Autor auf der Leinwand darzustellen – mit Bravour.
Experimentalfilme können eine ganz eigene Faszination ausüben, sind aber daher nur in verstärkt subjektiver Weise zu betrachten. So auch Samuray-S. Interessant ja, aber nur bedingt empfehlenswert.
Obwohl meist die Spielfilme mehr Aufmerksamkeit auf der Viennale bekommen, sind es oft die Dokus, die mit ihrer Qualität überraschen. So auch Dark Forests, der von einem kleinen sibirischen Dorf und einen großen, dunklen Wald erzählt.
Durchdringende Stille und Traurigkeit: Joshua Oppenheimer widmet sich in The Look of Silence erneut dem grausamen Genozid in Indonesien, zeigt aber nun den Blickwinkel der Opfer.
Inbrunst ist Kunst – selbst wenn sie manchmal ein wenig schief klingt … Marguerite Dumont ist wie ihr liebstes Haustier der Pfau – schillernd, extravagant, der Welt entrückt scheinend und mit einer Stimme gesegnet, die klingt, als würde man eine Katze quälen.
Das der chinesische Dokumentarfilmer Zhao Liang mit seinem Heimatland auf Kriegsfuß steht, dürfte bei der Betrachtung seiner bisherigen Werke außer Frage sein. Sein neuester Film Bei xi mo shou („Behemoth“) beschäftigt sich auf poetische Weise mit dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur.
Wer bei A Most Violent Year einen brutalen Gangsterfilm erwartet, wird herb enttäuscht. Wer jedoch unvoreingenommen in den Film geht, wird mit etwas komplett anderem belohnt.
Als Eröffnungsfilm der 53.Viennale war Carol durchaus gut gewählt: Auch wenn er regulär seinen Weg in die österreichischen Kinos finden wird, spendete das Publikum des Filmfestivals kräftig Applaus.