Mario-Tennis-Fever-(c)-2026-Nintendo

Mario Tennis Fever

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Funsports

Durch Pong ist Tennis der Sport, der schon seit Anbeginn des Mediums Videospiel mit dabei ist. Seit dem Jahr 2000 gibt es hiervon einen Mario-Ableger, Mario Tennis, der ausgerechnet auf dem Virtual Boy sein Debüt feierte. Mario Tennis Fever, welches nun auf der Switch 2 erscheint, ist bereits die achte Ausgabe.

Dabei ist die Spielmechanik um Mario Tennis spätestens seit der Wii U-Ausgabe Ultra Smash fest etabliert. Nintendo packt dann meist ein neues Gimmick drauf und fertig ist der Neuaufguss. Diesmal hat eben dieses Gimmick ein wenig mehr Substanz als sonst: Dutzende Spezialschläger gilt es freizuschalten, welche dann dem Spieler erlauben effektvolle Spezialattacken auszuführen. Diese beeinflussen zumeist das Spielfeld, von Bananenschalen zu Eisflächen entsteht so eine Vielzahl an witzigen Drehs, die den Spielablauf durchmischen. Wenn man das Ganze dann auf ein Doppel mit vier Spielern auf dem Spielfeld hochrechnet, entsteht schon ein wenig taktische Finesse.

Mehr Taktik bei Mario Tennis Fever mit Spezialschläger

Von der umfangreichen Charakter-Mischung muss man erstmal eine Menge freischalten, wodurch es diesmal einiges zu tun gibt. Weniger erfreulich ist, wenn diese Tätigkeit sich auf die Story-Kampagne bezieht, welche mit Abstand die ödeste und langweiligste Mario-Kampagne ist, die es jemals gegeben hat. Mario und Luigi werden in einem Abenteuer in Babys verwandelt und müssen so Tennis neu lernen. Das Ganze ist ein glorifiziertes Tutorial, das die zugegeben sehr technische Spielmechanik schrittweise beibringt, aber den Spieler kaum einmal irgendeine Spielmechanik ausführlich genießen lässt. Kurze, stupide Tennisübungen wechseln sich ab mit Mario Party-artigen Minispielen ohne irgendeinen Tiefgang oder Sinn. Wer sich vielleicht an der kurzweiligen Abwechslung erfreuen könnte, dem wird auch das genommen, da Mario zwischen den Stationen stets langwierig hin- und herlaufen muss, um sich auf dem Weg völlig sinnfreie Dialoge anzusehen.

Zeit verbringt man bei Mario Tennis Fever besser mit den anderen Spielmodi: Ein Highlight sind die Challenge-Türme, die frei nach Smash Bros. den Spieler mit einer Reihe irrwitziger Aufgaben konfrontieren. Hier hätte man sich mehr Content gewünscht, da man leider nach drei festgelegten Türmen alles gesehen hat. Spaß macht ein Run aber allemal. Am Ende bleibt dann der Multiplayer-Modus, der, nachdem man alles gesehen und gelernt hat, die Spieler gegeneinander testet.

Fazit: Solides Konzept mit verzichtbarer Story-Kampagne

Mario Tennis Fever ist grundsätzlich ein sympathisches Paket. Fans, die etwas Neues suchen, finden hier mit den magischen Schlägern die notwendige Abwechslung, und wer einfach mal ein Tennis-Spiel probieren will, findet ein über die Jahre recht solide herangewachsenes Spielkonzept. Muss ist der Titel aber, vor allem aufgrund der wirklich grässlichen Solo-Kampagne, nicht.

Plattform: Switch 2 (Version getestet), Spieler: 1-4, 1-4 (online), Altersfreigabe (PEGI): 7, Release: 12.02.2026, Link zur offiziellen Webseite




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