Kirby Air Riders
Kirby Air Riders ist der neue Release der kultigen Spiel-Design-Legende Masahiro Sakurai. Der Rhythmus ist mittlerweile eingespielt: Zwischen den gigantischen Kraftanstrengungen in Form der Smash Bros-Reihe bleibt dem unabhängigen Designer meistens Raum für einen kleineren Release.
Diesmal ist es ein Kirby-Racer geworden, der es in einem geschäftigen Jahr sowohl mit Mario Kart als auch mit Sonic Racing auf dem Releasekalender aufnehmen muss. Aber bitte, beide Titel sind eben nicht Sora-Schöpfungen und so spielt Kirby Air Riders dann doch in einer eigenen Liga.
Komplexe Mechaniken unter bunter Oberfläche
Gute-Laune-Racer gibt es heutzutage wie Sand am Meer, eine Ausgabe ist dabei flacher als die andere. Ein Racer wird optimiert, bis er auf keiner Party irgendwo anecken kann – „Pick up and play“ ist die Devise und so muss das spielen stets zugänglich sein. Mag ja sein, dass es bei Mario Kart die irrsten Manöver auszuführen gibt, aber am Ende kommt man damit genauso weit, wie ein Spieler, der einfach den Gas-Button mit einem Tixo festklebt.
Und hier will Kirby Air Riders ansetzen. Wer das Spiel mit einem gewissen Ernst startet, der spielt zunächst einmal eine halbe Stunde Tutorials, die die Spielmechaniken minutiös erklären. Denn obwohl Kirby Air Riders in seiner grundsätzlichen Form als Kirby-Spiel so zugänglich sein will wie es nur geht (den Gas-Button spart man sich zum Beispiel komplett), steckt unter der Haube eine komplexe Maschinerie aus Details und Spieleigenheiten. Am meisten zum Ausdruck kommt das in Form von Vehikeln, die vom Spieler erst freigespielt und dann ausgewählt werden können. Hinter jedem Design steckt eine ganz eigene mechanische Idee: Manche sind auf Kampfitems optimiert, andere eignen sich primär zum Fliegen – da muss man teilweise wirklich wissen, was man macht. Das kombiniert sich dann mit Charakter-eigenen Spezialattacken, Kirby-Sonderfähigkeiten und einem ausgefuchsten Wendungsmanöver zu einem Feuerball an Spieltiefe.
Geballte Qualität in jedem Detail
Für Kurzweil sorgen die verschiedenen Modi, in denen sich die Spieler miteinander messen: Sowohl der Renn-Modus, als auch der Top-Down Modus, der beinahe wie ein extra Retrospiel wirkt, haben es in sich. Das Kronjuwel ist aber sicher die Kampfarena, in der Spieler frei nach Smash zunächst eine Umgebung auf der Suche nach Upgrades durchforsten, um dann in einem abschließenden Minigame den Sieg zu erringen.
Gebettet ist das Ganze in eine Fülle an Design-Details, vom fetzigen Interface, zu witzigen Sammelitems, Hüten und Achievements, sodass man am Spiel wirklich Freude hat. Grundsätzlich ist es nicht das umfangreichste Spiel in Nintendos endlosem Portfolio, aber das ist bei Kirby Air Riders auch nicht der Punkt. Während man über die spektakulären Arcade-artigen Tracks fegt, hat man einfach zu jedem Moment das Gefühl von geballter Qualität.
Fazit zu Kirby Air Riders: Ein Racer, der Spielfreude über Perfektion stellt
Jede Animation, jedes Detail, jedes Designelement, alles fügt sich in Kirby Air Riders zu einem hochwertigen Paket zusammen, das mal wieder einfach Spielfreude aufkommen lässt, auch wenn man schon längst alle Tracks und Charaktere gesehen hat. Einziges Manko liegt dabei, dass sich schon recht bald nach Launch nur wenig Spieler finden lassen – aber einer witzigen Runde mit Freunden zu Hause tut das natürlich keinen Abbruch.
Plattform: Switch 2 (Version getestet), Altersfreigabe (PEGI): 7, Spieler: 1-4. 2-8 (lokal), 1-16 (online), Release: 20.11.2025, Link zur offiziellen Webseite