Xenoblade-Chronicles-X-Definitive-Edition-(c)-2025-Monolith-Soft-Nintendo

Xenoblade Chronicles X: Definitive Edition

7
Rollenspiel

Niemanden überrascht, dass Nintendo nun auch einen der letzten großen Wii U-Releases auf die Switch-Plattform hinüberrettet. Als Xenoblade Chronicles X ursprünglich vor 10 Jahren erscheint, sieht die Welt noch anders aus: Es ist ein Sequel zum Erstlingswerk, das für viele Fans hinter den Erwartungen zurückbleibt, da es sich viel zu sehr von der beliebten RPG-Formel unterscheidet.

Doch inzwischen haben wir eine wahre Flut an Sequels und Erweiterungen aus dem Xenoblade-Universum hinter uns und es dürfte kaum ein Fan übrig sein, der nicht genug von „more of the same“ hat. In dieser Hinsicht hat Xenoblade Chronicles X: Definitive Edition also beste Chancen auf einen gelungenen Neuanfang.

MMORPG-Feeling statt klassisches JRPG

Denn „more of the same“ ist das Spiel wirklich nicht. Die RPG-Basis der Reihe wird zwar nahtlos mitgenommen, aber damit hören sich die Ähnlichkeiten auch schon auf. Statt klassischem JRPG ist Xenoblade Chronicles X: Definitive Editionaka XCX eher als MMORPG light zu verstehen. Das beginnt schon mit dem Charakter-Editor, mit dem man die eigene Spielfigur erstellt. Aber auch die gigantische Welt mit ihren endlos wirkenden Fetch-Quests spricht eine ganz andere Sprache als die Story-fokussierten Ausgaben der Reihe. Story ist bei XCX eher da, um das Szenario ausreichend zu etablieren: Die Menschheit ist gestrandet auf einem unbekannten Planeten und die Uhr tickt. Ressourcen laufen langsam dem Ende zu und die Menschheit muss diverse Module, die beim Absturz verloren gegangen sind, wiederfinden um zu überleben.

In der Praxis läuft der Spieler hauptsächlich in der Welt herum und kümmert sich um seine eigenen Interessen. Neue Gebiete abstecken, Schatzkisten finden, Minen-Operation optimieren … das Spiel ist im Grunde eine Quelle an nie enden wollenden Subquests, die dazu einladen den unbekannten Planeten zu erkunden. Und um dieses Erkunden dreht sich auch das Herzstück des Spiels: die Skells. Nach etwa 30 Stunden darf der Spiele nämlich endlich den Führerschein machen und in einen der Mechs steigen, um die Welt weiter zu erkunden. Auch 10 Jahre später ist das einer der erhabensten Momente, die jemals in einem Spiel zu erleben waren. Plötzlich ist man 10 Mal so groß, springt mühelos über ganze Gebiete, die man zuvor mühsam zu Fuß erkundet hat.

Und ab da dient alles nur noch, um die Mechs auszurüsten, denn die Welt wird dadurch kein bisschen weniger feindselig. Neue Waffensysteme, Sprit oder überhaupt die Möglichkeit, mit den Skells die Luft zu erobern sind die Belohnungen, auf die man fortan hinarbeitet. So viele einzigartige Ideen reihen sich um das Feature: Der Mech funktioniert als tragbarer Teleporter, sodass man jederzeit zurückkehren kann, wenn man sich zu weit in die unbekannte Welt hinaus getraut hat. Wer seine Skells verschrottet hat hoffentlich eine Versicherung, denn das Teil aus dem Geldbörsel zu ersetzen wir hart. In Waffenhersteller muss investiert werden, ehe sie überhaupt die Teile herstellen, die wirklich Gas geben.

Von Wii U zur Switch: Was sich bei Xenoblade Chronicles X: Definitive Edition geändert hat

Mittlerweile ist Monolith ja ein Experte im Aufrüsten seiner Werke und so darf man auch bei diesem Re-Release sinnvolle Erweiterungen hegen. Eine Menge an Optimierungen warten: Tag/Nacht kann man jederzeit wechseln, genauso wie Charaktere, die man zuvor mühevoll in der Welt besuchen musste. Besonders spannend sind die kaum existierenden Ladezeiten, denn in einem Spiel, in dem man, trotz der gigantischen zusammenhängenden Welt, pausenlos herum teleportiert, um irgendwelchen Quests nachzuhetzen ist jede Sekunde eingesparter Ladezeit eine Wohltat. Neue Skells und Charaktere sind bei Xenoblade Chronicles X: Definitive Edition ebenso mit dabei, wie deren Story-Elemente. Zu guter Letzt haben die Entwickler noch ein paar neue Kapitel hinzugefügt und liefern damit endlich ein passendes Ende. Wo das Original noch mit einem frustrierendem Cliffhanger im Nichts endet, darf ein Spieler nun noch ein neues Areal erkunden und die vielen offenen Fragen beantworten, die das Original zurückließ.

Fazit: Monolith perfektioniert den Kult-Klassiker

 Xenoblade Chronicles X bleibt ein Spiel ohne Konkurrenz. Die nie enden wollenden Quests sind sicher nicht jedermanns Geschmack, aber am Ende ist die Welt von Mira noch immer eine der faszinierendsten Spielwelten, die es jemals zu erkunden gab. Für Entdecker-Naturen ist und bleibt das Spiel ein Kult-Tipp und für jene, die lieber Anime-artige Storys in ihren JRPGs haben, gibt es auf der Switch ohnehin genug Xenoblade-Alternativen.

Plattform: Switch 2 (Version getestet), Switch, Spieler: 1 (1-32 online), Altersfreigabe (PEGI): 12, Release: 20.03.2025, Link zur offiziellen Webseite




Entdecke mehr von pressplay

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen