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Spiel, Satz, Sieg – Tennis in Film, Musik und Gaming

Spätesten seit den 80er Jahren mit den Stars wie Boris Becker, Michael Stich und Steffi Graf hat der Tennissport in Deutschland einen regelrechten Boom erfahren. Mit Alexander Zverev und Angelique Kerber hat der DTB mittlerweile wieder zwei Spieler in seinen Reihen, die um die ganz großen Titel der ATP- und WTA-Tour mitspielen können. Vor French Open in Paris bietet es sich an, die Faszination Tennis einmal genauer zu beleuchten. Nicht nur auf den Plätzen rund um den Globus steht der gelbe Filzball im Mittelpunkt. Auch in der Musikindustrie, in Filmen und beim Gaming wurde der Tennissport bereits gewürdigt.

Tennis auf dem Vormarsch

Tennis ist die beliebteste Einzelsportart der Welt. Wie die Website Sportyghost in Erfahrung brachte, ist Tennis allein von den Zuschauerzahlen die viertpopulärste Sportart der Welt hinter König Fußball, Cricket und Feldhockey. Vor allem in Amerika, Asien und Europa kann man Tennis durchaus mit Basketball oder Eishockey gleichsetzen. Und die Popularität reißt nicht ab. Ausverkaufte Arenen und immer höhere Preisgelder zeigen die rapide Entwicklung im Profitennis.

Natürlich wirkt sich dies auch auf andere Bereiche abseits des Platzes aus. Auch Tennis-Wetten werden bei den Zuschauern und Fans immer beliebter. Für die French Open sind momentan die Spieler wie Sandplatzkönig Rafael Nadal mit 1.83 oder Branchenprimus Novak Djokovic mit 4.00 die ganz besonderen Favoriten. Doch nicht nur auf die Anzahl an möglichen Tennis-Wetten wirkt sich die steigende Popularität des Tennis aus.

Die besten Tennis-Spiele für die Konsolen

Tennis-Simulationen hat es schon zu Zeiten des C64 Computers gegeben. Auch auf den ersten Heimkonsolen wie dem Atari VCS oder dem Nintendo Entertainment System wussten die Entwickler schnell, dass sich mit Tennissport eine Menge Geld machen lässt. Das schlicht „Tennis“ genannte Spiel auf dem NES war legendär und genießt bis heute Kultstatus. Auch der Nachfolger „Super Tennis“ auf dem Super NES war ein voller Erfolg. Später sorgte SEGA auf der Dreamcast mit „Virtua Tennis“ bzw. „Virtua Tennis 2“ für Furore.

Heutzutage gibt es für die aktuelle Konsolengeneration wie der PlayStation 4 und der Xbox One zwei Ableger, die sich um die Gunst der Fans bemühen. Dabei handelt es sich um die „Tennis World Tour“ von Breakpoint Studio, dessen Nachfolger schon in den Startlöchern steht und im September erscheint, sowie AO Tennis 2 von den Big Ant Studios. Beide Spiele sind auch auf dem PC erschienen. Leider, so zumindest die Ansicht der Spielemagazine und Gamer, können beide Spiele nicht mit dem legendären Topspin 4 von 2K mithalten, das seinerzeit noch auf den Vorgängerkonsolen erschienen ist und „Virtua Tennis“ von SEGA als Nummer eins unter den Tennis-Simulationen ablöste.

Tennis und Musik

Der Tennissport hat es auch schon in die Musik und Musikvideos geschafft. Shakira „castete“ für ihren Song „Gitana“ bzw. „Gypsy“ im Jahr 2010 keinen Geringeren als den 19-fachen Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal. Enrique Iglesias drehte ein Video mit seiner Angetrauten Anna Kournikova für den Song „Escape“ und Wycleaf Jean (I’m Ready) sowie  Jamie Foxx (Can I Be Your Tennis Ball?) besangen die legendären Williams-Schwestern Venus und Serena.

Die Indie Rock Band Vampire Weekend dachte sich für „Giving Up The Gun“ etwas ganz besonderes aus und funktionierte eine Halle einfach mal in eine Musikbühne und einen stylischen Tenniscourt um. Ebenfalls sehenswert ist das Video von Martin Solveig & Dragonette mit dem Namen „Hello“. Bei diesem wirkten auch Novak Djokovic und Gael Monfils mit.

Tennis im Film

Natürlich darf der Weiße Sport auch auf der Leinwand nicht fehlen. 2017 erschien der Film Borg/McEnroe, der die Rivalität der beiden Ausnahmespieler Björn Borg und John McEnroe sowie das Wimbledon-Finale aus dem Jahr 1980 thematisiert. Shia LaBeouf schlüpfte dabei in die Rolle von McEnroe, Borg wurde vom schwedischen Schauspieler Sverrir Guðnason dargestellt.

Sehr bekannt ist die 2004 erschienene Romanze „Spiel, Satz und … Liebe“, die das letzte große Turnier des fiktiven Tennisspielers Peter  (Paul Bettany) thematisiert. Dieser war einst ein Weltklasse-Profi, ist aber mittlerweile auf einen dreistelligen Platz in der Weltrangliste durchgereicht worden. Aufgrund einer Wildcard darf er dennoch in Wimbledon teilnehmen, wo er sich in die Tennisspielerin Lizzie, gespielt von Kirsten Dunst, verliebt. Bettany wurde für seine Leistung sogar für den Empire Award als bester britischer Schauspieler 2005 nominiert.

Aus diesem Jahr stammt auch der bisher kommerziell erfolgreichste Tennisfilm mit dem Namen „Match Point“ von Woody Allen. Der Thriller, der von Chris Wilton (Jonathan Rhys Meyers), einem ehemaligen Tennisprofi, handelt, kostete lediglich 15 Millionen Dollar in der Produktion und spielte weltweit über 85 Millionen Euro ein. Der Film brachte allen darüber hinaus eine Oscar- und Golden-Globe-Nominierung ein.