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Wie sich der Videospielmarkt in Österreich entwickeln wird

Der Bedarf von Videospielen ist groß. Immer mehr Menschen greifen dabei auf diese digitale Freizeitbeschäftigung zurück. Dabei ist die Frage interessant, wie sehr sich der Videospielmarkt in Österreich in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche Rolle die mobilen Spiele neben dem traditionellen Computer und den Konsolen spielen.

Betrachtet man die Videospielbranche in den letzten Jahren, konnte ein stetiges Wachstum nachgewiesen werden. Im Jahre 2016 betrugen die Umsätze in Österreich 115 Millionen Euro, welche sich bis 2018 auf 139 Millionen Euro erhöht hatten. Der Wachstumstrend ist aber damit noch nicht vorbei. Ganz im Gegenteil deuten die Prognosen darauf hin, dass die Branche noch größer werden wird. Für 2019 wird ein Gesamtumsatz von 150 Millionen Euro erwartet, 2020 sollen es schon 161 Millionen Euro sein. Bis 2022 wird die Spielebranche aller Voraussicht nach auf 182 Millionen Euro anwachsen. Man kann also praktisch von goldenen Zeiten für die Videospielbranche sprechen. Dabei nimmt die Bedeutung von physischen Spiele-DVDs immer weiter ab und die digitalen Möglichkeiten nehmen rasant zu. Am beliebtesten sind digitale Downloads sowohl auf dem PC als auch auf Konsolen. Besonders sticht hier die große Plattform Steam hervor, über die 70 Prozent aller digitalen Downloads abgewickelt werden. Bis zum Jahresende 2018 sollen sich die Umsätze der gesamten digitalen Downloads hier auf 64,1 Millionen Euro belaufen.

Mobile Spiele folgen hier mit 44 Millionen Euro als zweitstärkster Träger der Videospielbranche. Diesen Erfolg kann man auch an einzelnen Beispielen erkennen. So hatte der finnische Mobilspielentwickler Supercell 2016 einen jährlichen Umsatz von 2,11 Milliarden Euro nachweisen können. Auch dank Strategieanpassungen konnte das Unternehmen seine Umsätze innerhalb von drei Jahren um 800 Prozent steigern. 2012 belief sich Supercells Umsatz noch auf 78,4 Millionen Euro. Dennoch sind auch erfolgreiche Unternehmen in der Mobilspielindustrie nicht immun. So hatte Supercell lange Zeit kein neues Spiel herausgebracht und 2018 daher Einbüßen bei den Gewinnen hinnehmen müssen.

Im digitalen Zeitalter sind ständige Marktanpassungen und Innovationen für den Wettbewerb ausschlaggebend. In der Hinsicht konnte der Spieleanbieter Mr Green überzeugen. So konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Jahre 2017 um 28,9 Prozent erhöhen und erreichte den Höchstwert seiner bisherigen Unternehmensgeschichte. Dies war auch dem Konzept von Mr Green geschuldet, welches auf innovative Spielmethoden und Nachhaltigkeit setzt. Die Einführung eines Prognosewerkzeugs für den Spielerschutz hat hier sicherlich auch einiges beigetragen, zumal das schwedische Unternehmen dafür sogar Preise gewann. Der mobile Markt wird allerdings nicht nur durch neue oder mittelgroße Unternehmen dominiert. Auch Größen der Spieleindustrie wie Electronic Arts haben die Wachstumschancen auf dem mobilen Markt erkannt und Apps wie Star Wars: Galaxy of Heroes gehen auf die bekannte Spielschmiede zurück.

​Der Erfolg der mobilen Spiele ist auch nicht verwunderlich, wenn man die Marktdurchdringung von mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets bedenkt. Alleine bei den Handys kann dies gut erkannt werden. So betrug die Zahl der aktiven Smartphonenutzer in Österreich 2015 noch 4,72 Millionen Nutzer, während diese bis 2022 auf 6,67 Millionen Menschen anwachsen wird. Verantwortlich hierfür zeichnet natürlich die Digitalisierung, weshalb die Videospielbranche zu einer der sichersten langfristigen Branchen zählt. Entwickler, die hier die richtigen Entscheidungen treffen, haben sich praktisch eine Goldader erschlossen.