E3-Ubisoft-Logo-©-ESA-Entertainment-Software-Association,-Ubisoft

E3 2014: Ubisoft Pressekonferenz

Auch der französische Spieleentwickler und Publisher Ubisoft zeigte bei der diesjährigen E3 zwar nicht viel Neues, dafür war das Präsentierte umso mehr auf spezielle Zielgruppen ausgerichtet.

Und diese waren offenbar sowohl in den Bereichen Multiplayer – kooperativ als auch kompetitiv – sowie auf Fans erfolgversprechender Serien ausgerichtet. Den Anfang (von zwei mit „Tom Clancy“ betitelten Games) machte die Premiere von Tom Clancy’s Rainbow Six: Siege, in dem ein 5-gegen-5-Spieler Match samt umfangreicher Vorab-Planung und Auskundschaftung auszumachen war. Taktische Vorgehen samt Einsatz von Drohnen, Barrikaden und dergleichen steht hier natürlich im Vordergrund, Teamplay sowieso. Nicht weniger taktisch, dafür auf einem größeren Level (wortwörtlich, Manhattan bzw. NYC) operierend zeigte sich der zweite Clancy-Titel, The Divison – zwar auf der Ubisoft-PK nur via CGI-Trailer, zuvor auf der Microsoft-Vorführung mittels tatsächlich vorgeführtem Gameplay. Die düstere Kulisse samt passender Backstory – ein Kampf ums Überleben mit futuristischen Gadgets bzw. Waffen mitten in einer Pandemie – machte den auf Papier vermutlich weniger eindrucksvollen Third-Person-Shooter interessanter, der Hype um den hübsch anzusehenden Titel scheint also verständlich(er) zu werden.




Ebenfalls zuvor schon auf einer anderen Pressekonferenz zu sehen war Far Cry 4: Neues Setting (das Himalya-Hochgebirgssystem), erweiterte Artenvielfalt im Tierreich (u.a. Elefanten), jede Menge spektakulär in Szene gesetzte Feuergefechte (als „neues“ Feature: fahren und schießen, Fahrzeug-Übernahme während einer Verfolgung), erweiterte Mobilität (Kletterhaken) und, der Einleitung des Artikel folgend, kooperatives Gameplay als eines von mehreren zentralen Elementen. Nette Draufgabe für PS4-Besitzer: Der Co-Op-Multiplayer soll auch für Spieler offen sein, die den Titel nicht selbst besitzen und von ihren Freunden eingeladen werden. Auch in einer für den Spieler offenen Welt (das gesamte Straßensystem der USA, in etwas komprimierterer Fassung) präsentiert sich der MMO-Racer The Crew, der zusätzlich mit Rollenspiel-Elementen (z.B. verschiedene auflevelbare Skills) für Langlebigkeit sorgen soll.




Für etwas Abwechslung sorgte die beiden Casual-Titel Just Dance 2015 und Shape Up, letzteres exklusiv für die Xbox One. Gesten- bzw. Bewegungssteuerung natürlich bei beiden Spielen vorausgesetzt, Just Dance lässt nun auch eigene Tanz-Videos hochladen, also: party on. Etwas bedächtiger und mit schwieriger Thematik versehen wurde auch das 2D-Comic-Adventure aus dem Hause Ubisoft Montpellier (Rayman Legends, nutzt zudem das gleiche grafische Framework), Valiant Hearts: The Great War, gezeigt. Man wird sehen, ob die farbenfrohe Optik wirklich mit dem Weltkriegsszenario harmoniert.




Es wäre keine Ubisoft-Schau, wenn nicht eines der größten Zugpferde der letzten Jahre darin vorkommen würde: Natürlich zeigte man auch Neues vom nun als Assassin’s Creed Unity betitelten Ableger des Franchises. Der Name ist Programm, in zweierlei Hinsicht: Einerseits wird der – ja, natürlich – kooperative Charakter des Spiel (4-Spieler gleichzeitig) in den Vordergrund gerückt, andererseits kann auch auf das Setting, nämlich Paris zur Zeit der französische Revolution gegen Ende des 18. Jahrhunderts, geschlossen werden („Liberté, Égalité, Fraternité„, oder mit den Worten von Ubisoft „The French Revolution was led by the people. They stood together and fought the oppression„). Auch wenn in Sachen Gameplay wohl etwas Innovationslosigkeit vorherrscht, so vermag allein die atmosphärische Location samt potentiell interessanter Story (französische Aristokraten aufgrund von Misswirtschaft zur Rechenschaft ziehen?) das Interesse am Titel schüren.