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E3 2014: Electronic Arts Pressekonferenz

Die Präsentation von EA auf der diesjährigen E3 war vorwiegend auf die jährlichen Sportspiele fokussiert. Neben NHL 15 und Fifa 15 wurde auch endlich ein weiteres UFC angekündigt. Es gibt zwar auch neues von Mass Effect, The Sims, Star Wars, Mirror’s Edge und Battlefield, allerdings befinden sich fast alle diese Spiele noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium.

Das Entwicklerstudio DICE zeigte ein Behind-the-Scenes Video zu Star Wars: Battlefront, dafür so gut wie kein Gameplay. Dafür ist das Spiel noch nicht weit genug ausgereift. Stattdessen wird ein Ausblick auf das hohe Maß an Liebe zum Detail geboten, welches das Studio in dieses Projekt steckt. Neben verwendeten Requisiten aus den Filmen, wurden auch Drehorte besichtigt, um sie so realistisch und beeindruckend wie möglich auf die Konsole zu übertragen. Der kurze Einblick, der dann doch noch geboten wurde, scheint vielversprechend und schürt auf jeden Fall die Erwartungshaltung. Ähnlich wenig gibt es zu Mirror’s Edge 2 zu berichten. Nach dem minimalen Ausblick letztes Jahr, kam leider auch dieses Jahr nicht viel neues dazu. Deutlich wird, dass EA das Gameplay verfeinert hat, vor allem das Kampfsystem soll nun ausgereifter und flüssiger verlaufen. Zum Glück wurden die Befürchtungen, dass die Grundidee des Spiels zugunsten eines höheren Shooteranteils geopfert wird, entkräftet werden. Mirror’s Edge 2 scheint seinem Vorgänger treu zu bleiben und gleichzeitig die Fehler des ersten Teils auszubessern. 






Die präsentierten Sportspiele von EA lassen optisch wahrlich nichts zu wünschen übrig, doch die Optik war schon lange kein Problem mehr bei den früheren Spielen. Sowohl Madden 15, NHL 15, als auch Fifa 15 sehen fantastisch aus, noch lebendiger, noch involvierender, noch mehr Details. Allerdings lässt sich bei den bisherigen Gameplay Trailern noch nicht abschätzen, ob auch spielerische Mankos und die Makel in der Saison und Spielerentwicklung wirklich aufgehoben werden konnten. Eine visuelle Verbesserung ist ohne Zweifel vorhanden, ob sich inhaltlich auch etwas ändert, bleibt noch abzuwarten. Die zwei skurrilsten Neuigkeiten betreffen jedoch einerseits das neue UFC und andererseits das nächste EA Sport PGA Tour, also Golf. Bei UFC wird es möglich sein auch mit Bruce Lee zu kämpfen. Ja, richtig gelesen, die verstorbene Martial Arts Legende wird in den Oktagon steigen und sich mit den besten des Sports messen. Die Sinnhaftigkeit den verstorbenen Bruce Lee, der mit diesem Kampfsport nie in Berührung gekommen ist, zu inkludieren ist auch uns entgangen. Noch skurriler wird es aber beim neuen Golfspiel. Dort wurden nun „extreme fantasy courses“ eingeführt, bei denen Explosionen und Gewalt eine große Rolle spielen und man schon mal einen Ball über ein brennendes Kampfschiff schlagen muss. 

BioWare Montreal hat die Entwicklung des neuen Mass Effect inne und wird zwar grundlegende Elemente der Serie beinhalten, wodurch es deutlich als ein Teil der Reihe zu identifizieren sein soll, aber gleichzeitig wird es keinerlei inhaltliche bzw. geschichtliche Verbindung zu Shepard und den Vorgängern geben. BioWares anderer Titel Dragon Age: Inquisition verspricht ein episches Rollenspiel zu werden, mit realistischem Ökosystem, immersive Gameplay und natürlich gigantischen Drachen. Die wird es in The Sims 4 höchstwahrscheinlich nicht geben, dafür kann der Spieler seinen Sim so stark zum Lachen bringen, dass er stirbt. Wenn das kein Anreiz ist.






EA hat auf der E3 zudem verkündet, dass die Beta-Version des Multiplayermodus von Battlefield Hardline ab sofort beginnt – und das exklusiv für PC und die PS4. Wer also Battlefield 4 auf der PS4 oder dem PC besitzt, braucht nur auf die Menüoption Hardline oder auf www.battlefield.com gehen und kann ab sofort den neuen Teil im Multiplayer anspielen. Das Entwicklerstudio DICE kümmert sich hierbei um den Multiplayer, während Visceral die Single-Player Kampagne beisteuert. Laut EA orientiert sich der neue Teil stark an TV-Dramen aus dem Gangster- und Crime-Genre, vor allem im Einzelspieler setzt man sich das Ziel den Spieler für lange Zeit mit einer involvierenden Geschichte und glaubhaften Figuren zu fesseln, parallelen zur Serie The Shield traten dabei an diversen Stellen zu Tage und sollte EA das gelingen, dann könnte die Battlefield-Reihe auch endlich wieder abseits des Multiplayer Spaß machen. Der Mehrspieler wiederum ist das klassische Spiel Cop-gegen-Gangster, wo man wahlweise den Verbrecher spielt, der eine Bank überfällt und flüchtet, oder einen Cop, der ihn verfolgt. 

Also abseits einiger kleiner Überraschungen, positiver Versprechungen und skurrilen Momenten, bleibt bei EA grundsätzlich alles beim gewohnten. Kaum Mut zu neuen Projekten oder wegweisende Änderungen, stattdessen liegt das Hauptaugenmerk auf etablierte Franchises, die garantiert viel Geld machen. Überhaupt bleibt abzuwarten ob bei EA, vor allem in Hinsicht auf die jährlichen Sporttitel, inhaltlich wirklich viel neues oder nennenswertes geboten wird, laufen ihre Spiele doch oftmals in die Falle von Style-over-Substance.