Brick-Mansions-©-2014-Constantin-Universum-Film(4)

Brick Mansions

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Action

Gangster, Drogen und Korruption findet man geballt in Brick Mansions wieder. Ein Ort an dem Verbrechen an der Tagesordnung stehen, soll Platz machen für neue Ideen des Bürgermeisters. Dabei kommt ihm Paul Walker als Polizist Damien Collier in die Quere.

Brick Mansions ist ein armes Viertel, in dem vor allem Verbrecher das Sagen haben – weshalb diese Region auch vom übrigen Stadtgebiet Detroits abgeriegelt ist. Eine Bombe bedroht die City und der Kopf der Gangsterbande Tremaine Alexander (RZA) erpresst damit den Bürgermeister, um sich zu bereichern. Der Cop Damien Collier, gespielt von Paul Walker, soll die Bombe aus dem Viertel holen. Unterstützung bekommt er von Lino (David Belle), der seine Freundin befreien will.

Umsetzung und Inhalt sind wohl die Hauptursache, warum Paul Walkers letzter Film leider gar nicht gut weg kommt. Abgesehen von Paul Walker und David Belle könnten die Schauspieler eher aus einem Rap- oder Hip-Hop Video sein, die nichtssagender nicht sein könnten. Dialoge bestehen aus zusammengewürfelten, schon hunderte Male in anderen Action-Filmen gehörten Sprüchen und inhaltlich gibt es leider auch nicht wirklich viel zu sagen.

Zudem: Eine Einfallslose, klischeehafte, stereotype Besetzung, die manchmal absurd wirkt. Die Charaktere sind eine Herausforderung für die Nerven und bis an die Spitze der jeweiligen Klischees ausgereizt. Selbst großartige Schauspieler hätten aus solch eindimensionalen Figuren vermutlich nichts herausholen können. Die Separations-Thematik kennt man aus diversen artverwandten Vorgängern, nicht zuletzt populär durch Die Tribute von Panem . Kritik an korrupten Politikern geht in dem ganzen Chaos fast komplett unter.


Einzige wirkliche Höhepunkte des Films sind gemeinsame Szenen Walkers mit David Belle, in denen beide auf der Flucht sind und sämtliche akrobatische Tricks anwenden. Wohlgemerkt: Paul Walkers Einlagen können für ein paar Schmunzler sorgen, denn im Vergleich zu Belle, der ja tatsächlich ein Meister (und Mitbegründer) der Parkour-Sportart ist, wirken seine Bewegungen manchmal eben doch einstudiert bzw. eingeübt und entwickeln nicht den natürlichen Fluss jener waghalsigen Sprungabläufe.

Trotz allem fragt man sich des Öfteren kopfschüttelnd, ob Brick Mansions wirklich ernst zu nehmen ist oder nicht doch eher als Parodie angesehen werden soll. Wer ohne großartige Erwartungen ins Kino geht und noch nicht allzu viele anspruchslose Action-Filme gesehen hat, kann auch hier Unterhaltung finden. Allen anderen, vor allem Fans des Genres, sei eher davon abgeraten.

Regie: Camille Delamare, Drehbuch: Luc Besson, Bibi Haceri, Darsteller: Paul Walker, David Belle, RZA, Catalina Denis, Gouchy Boy, Filmlänge: 90 Minuten, Kinostart: 06.06.2014, www.brickmansions.de