A-Masque-of-Madness-©-2013-Viennale(3)

A Masque of Madness

Norbert Pfaffenbichlers Re-Montage des Filmlebens von Boris Karloff in A Masque of Madness ist wohl vor allem eines: Für Liebhaber gemacht.

Der Inhalt ist recht schnell erklärt: Pfaffenbichler montiert fünf Filmjahrzehnte von Schauspieler Boris Karloff in einem 80-minütigen Film – sowohl die Bilder, als auch der Ton sind hier formgebend. So sieht man Karloff natürlich in seiner Rolle als Frankensteins Monster, aber auch in sämtlichen anderen Rollen des Schauerkinos und als Gastgeber im Fernsehen.

Obwohl für Liebhaber von Boris Karloff und seinen Filmen eine nette Hommage an den Schauspieler, so ist A Masque of Madness doch nicht wirklich überzeugend. Der Kommentar eines Viennale-Besuchers fasst die Arbeit Pfaffenbichlers recht gut zusammen: „Mehr Ideen gab es nicht?!“

Auch wenn die Montagearbeit recht experimentell daherkommt und die ewiggleichen Gesten und Rituale des Schauerkinos gut betont und aufzeigt, so ist man doch nach spätestens nach 10 Minuten recht gelangweilt. Auch der Zusammenschnitt des Tons macht das ganze Filmexperiment leider nicht unbedingt interessanter, da zwar hin und wieder ganz witzige Dialoge zustandekommen, letztendlich hinterlässt der Film doch einen faden Beigeschmack.

Zusammengefasst ist A Masque of Madness wie die Fahrt in einer Geisterbahn des Wiener Praters: Ganz nett, nicht besonders innovativ und eigentlich hätte man sich die Zeit auch sparen können.

Konzept und Realisation: Norbert Pfaffenbichler
Darsteller: Boris Karloff
Laufzeit: 80 Minuten, gezeigt im Rahmen der Viennale V’13