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Tracklist der Woche: Florian

Schuster bleib bei deinen Leisten“ nehme ich mir vor, während ich vor der Aufgabe, fünf Tracks aus meinem Musik-Sammelsurium zusammenzusuchen, angesichts meines eklatanten Medien-Elitismus resigniere.

Der Videospielbereich muss herhalten, das ist vielleicht für alle Beteiligten das Vernünftigste! Schwierig zu sagen welchen Tracks dort Resonanz mit meinen Geschmacks-Neuronen nachzuweisen ist. Grundsätzlich vertrete ich den Ansatz dass Videospielmusik ein eigenes Genre zu sein hat, so bombastisch Filmmusik dieser Tage oft sein mag, in einem interaktiven Medium ist das allzu oft die falsche Wahl. Gute Musik in Spielen bildet eine untrennbare Symbiose mit dem Zuhörer, löst den nervösen Drang nach hibbeliger Bewegung aus, kein Wunder also dass der Bereich für mich ziemlich schnell in den der elektronischen Tanzmusik hinüberblutet.


Der Koop-Shooter Payday hatte vor geraumer Zeit einen elektronischen Soundtrack erster Güte zu bieten. Keine Überraschung also dass die Tracks vom gerade erschienenen Payday 2 ebenfalls zum Niederknien packen. Als einer der genialsten Soundtracks 2013 bisher ist er vor allem in interaktiver Form herausragend, wenn sich die Musik zusammen mit Spielablauf und Adrenalinspiegel dynamisch immer weiter zu einem grandiosen Höhepunkt hochschaukelt.

Guacamelee ist für mich bisher einer der gelungensten Soundtracks in diesem Jahr. Ist schon die grafische Aufmachung des Titels eine Liebesbekundung an die mexikanische Kultur, so geht dieser Ansatz nahtlos in die musikalische Untermalung über. Immer wieder einen Playlist-Auftritt wert.


Knytt Underground hat einen extrem vielschichtigen atmosphärischen Soundtrack, welcher dementsprechend in diese Liste wandert. Dieser Track ist zwar nicht unbedingt repräsentativ für den Rest, aber trotzdem für mich ein geheimer Liebling.


Der Soundtrack von Devil May Cry ist eigentlich das Element das mich immer davon abgehalten hat mich mit der Serie zu beschäftigen. Erst auf meine alten Tage beginne ich langsam für gekonntere Ableger des Metal-Genres einen Geschmack zu entwicklen, dass aber Noisia die Hälfte des Soundtracks zu DMC liefert ist trotzdem eine erfreuliche Entwicklung.


Der Teufel soll mich holen wenn ich ein Feature dieser Art ohne einen Track von Hideki Naganuma abschließe, für mich einer der besseren Schaffer „interaktiver Musik“. Seit ein paar Jahren vom Erdboden verschwunden, muss ein älterer Track herhalten, in diesem Fall ein Remix eines Titels aus der renommierten Jet Set RadioSerie.