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Ich, einfach unverbesserlich 2 (3D)

Fortsetzungen von erfolgreichen Animationsfilmen sind keine Seltenheit, doch dass sie dann tatsächlich (beinahe) an den ersten Teil heranreichen und zu einem gelungenen Filmerlebnis werden, ist dann wiederum nicht so häufig.

Nachdem Gru (Steve Carell) und seine Mädels sich in das Familienleben eingewöhnt haben, muss Gru einen neuen Weg finden seine Erfindungen an den Mann zu bringen. Gru ist glücklich damit, kein Bösewicht mehr zu sein und sich um Margo, Agnes und Edith zu kümmern. Doch sein neu geplantes Marmeladengeschäft funktioniert nicht so recht, weshalb er bald von der Anti-Villain-League angesprochen wird, um einen umtriebigen Bösewicht dingfest zu machen. Die junge Agentin Lucy Wild (Kristen Wiig) hat dafür ihre ganz eigenen Überzeugungsmittel und auch die Minions sind begeistert von ihr. Doch die Mission ist schwieriger als erwartet und Gru´s Nase für alles Böse scheint ihn zu trügen. Erst mit Hilfe der Mädels und der Minions gelingt es den beiden eine Katastrophe weltweiten Ausmaßes zu verhindern.


 

Das schwierige an Fortsetzungen ist sicherlich denselben Ton zu treffen wie im Original – das Leichte, Unbeschwerte und den bösen, aber trotzdem witzigen Humor. Dies ist hier absolut gelungen. Nicht nur entwickeln sich die Charaktere weiter, auch die Handlung bleibt komisch ohne übertrieben zu sein. Pierre Coffin und Chris Renaud schaffen es, dem zweiten Teil ebenso viel Herz zu geben wie dem ersten und eine gehörige Extraportion der niedlichen Minions. Die Ästhetik ist wieder knallbunt und unterhaltsam in ihren Ideen.

Tiefere und ernstere Töne in der Handlung sind aber ebenso zu erkennen und machen Ich, einfach unverbesserlich 2 umso wertvoller für Kinder und interessanter für Erwachsene. Ähnlich funktioniert der Humor auf zwei Ebenen, der sowohl die jüngeren als auch älteren Zuschauer anspricht. Das Drehbuch von Ken Daurio und Cinco Paul schließt an den Vorgänger an, ohne ihn zu sehr zu kopieren. Die Minions spielen wieder eine wichtige Rolle, ohne die ganze Handlung zu dominieren.

Auch das Thema Familie wird hier gekonnt umgesetzt. Nicht nur wird angesprochen, dass Familien sich aus allen möglichen Konstellationen bilden können, sondern auch das die Loyalität zueinander sehr wichtig ist. Während das für die erwachsenen Zuschauer wohl schon bekannt ist, vermittelt der Streifen für die jüngeren eine interessante Botschaft in bunter Verpackung. Die Einführung der Lucy als weibliche Bezugsperson wirkt somit nicht gekünstelt und verleiht dem Film einiges an zusätzlichem schrägen Humor. Die Musik wurde wieder von Pharell Williams gemacht und passt sich hervorragend an – ein paar Dance-Off Szenen dürfen natürlich nicht fehlen.

In Ich, einfach unverbesserlich 2 kommt wohl jeder Zuschauer auf seine Kosten – witzig, böse, nachdenklich und intelligent ist die Fortsetzung des unverbesserlichen Ichs.

Regie: Pierre Coffin & Chris Renaud, Drehbuch: Ken Daurio, Cinco Paul
Sprecher: Steve Carell, Kristen Wiig, Russell Brand, Miranda Cosgrove
Laufzeit: 98 Minuten, Kinostart: 04.07.2013, www.unverbesserlich2-film.de