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Red Dawn

Wenn Marines sterben, kommen sie in die Hölle und machen dort eine Lagebesprechung…

Die amerikanische Stadt Spokane in der Nähe von Seattle wird überraschend von Flugbombern der nordkoreanischen Armee angegriffen. In dem resultierenden Chaos gelingt es einer kleinen Gruppe von Teenagern zu fliehen und sich im Wald zu verschanzen. Zu der Gruppe gehört Jed Eckert (Chris Hemsworth), ein gerade aus dem Irak zurückgekehrter Marine, der im Heimaturlaub seinen kleinen Bruder Matt (Josh Peck) besuchen wollte. Während sich die Lage zuspitzt, beschließen die Jugendlichen die feindlichen Truppen mit Guerilla Taktiken anzugreifen und zu schwächen, bis die amerikanische Armee eingreifen kann. Im Laufe ihrer Aktionen nennen sie sich „Wolverines“, nach dem Football Team der städtischen High School. Ein paar Exsoldaten schließen sich der Gruppe an und helfen das Hauptquartier zu infiltrieren.


 

Basierend auf dem Original von 1984 Die rote Flut scharen sich hier mal wieder sympathische Jungschauspieler in der Vorstadt, um bösen feindlichen Mächten das Leben schwer zu machen. In einer Zukunft, in der das amerikanische Militär soweit über den Globus verstreut ist, dass es das eigene Land nicht verteidigen kann, müssen eben die Jungen und Schönen ran. Die meisten der Aktionen gelingen auf Grund der Annahme, dass „Kinder“ doch relativ harmlos seien.

Der ganze Film betrachtet sich mehr wie ein  Computerspiel mit unwahrscheinlichem Setting und leichtem Schwierigkeitsgrad. Während der ursprüngliche Streifen vermehrt in den Bergen spielt, nutzt die neue Version zumindest die Möglichkeit, die Kleinstadt als taktische Spielwiese einzusetzen. Red Dawn wurde bereits 2010 gedreht, kommt aber erst jetzt in die Kinos, da das Studio den Erfolg von Chris Hemsworth zugunsten des Ticketsverkaufs ausnutzen möchte.

Verständlich, denn die Schauspielerriege könnte das so ziemlich einzig interessante an der Handlung sein. Die Bruder Zwistigkeit wird gut übermittelt und auch die Entwicklung von jungen Menschen hin zu Freiheitskämpfern wird glaubhaft dargestellt. Allerdings erscheint auch hier das übertriebener Pathos und Patriotismus aus dem Nichts aufzutauchen … und wiederholt den Deus ex machina zum Einsatz zu bringen, um die Handlungen und ihren Erfolg zu rechtfertigen. Wenn man allerdings nur nach einem Actionreißer mit unterschiedlicher Kampfprämisse sucht, wird man durchaus zufrieden sein.

Der Film insgesamt ist nicht die Krönung seiner Art, darf aber als Action-Guilty Pleasure gesehen werden.

Regie:  Dan Bradley, Drehbuch: Carl Ellsworth, Jeremy Passmore, Jeffrey Dean Morgan, Darsteller: Chris Hemsworth, Josh Peck, Adrienne Palicki, Josh Hutcherson, Filmlänge: 93 Minuten, Filmstart: 28.12.2012