The-Walking-Dead-©-2012-Telltale-Games

The Walking Dead – Episode 2: Starved for Help

Nach der überraschenden stimmigen ersten Episode schließt Telltale Games nun nahtlos mit der Fortsetzung “Starved for Help” an erschütternden Ereignisse der kleinen, ums Überleben kämpfenden Gruppe in “The Walking Dead” an…

Viel zu bemängeln hatte man als Spieler in dem gleichermaßen beeindruckenden wie auch mitreißenden Horror-Action-Adventure bisher noch nicht. Umso glücklicher kann man sich als “Walking Dead”-Fan und Freund gut erzählter Videospiel-Geschichten schätzen, das auch “Starved for Help” nichts an der ursprünglich etablierten Atmosphäre, am Gameplay und verstörenden Setting verändert.


 

In Gegenteil: Mit der immer prekärer werdenen Situation, die der Titel der Episode schon vorweg nimmt, schaffen die Entwickler sogar einene noch aufwühlenderen Handlungsverlauf, den sicherlich niemand kalt lassen dürfte. Auf der verweifelten Suche noch Nahrung müssen sich die wenigen Überlebenden des ersten Teils von “The Walking Dead” nun einer neuen Herausforderung stellen: Mit dem plötzlichen Erscheinen zweier übermäßig freundlichen und zugänglichen Männern, die dringend Benzin benötigen, wird die Fähigkeit, Fremden zu Vertrauen, auf die Probe gestellt. Die Tatsache, das die beiden von einer nicht von Zombies überrannten, also verschont gebliebenen Farm mit ausreichendem Zugang zu Nahrungsmitteln kommen, weckt sowohl das Interesse als auch die Skepsis von Protagonisten Lee und dessen Mitstreitern…

Mit einer immer düsterer werdenen Handlung und intensiviert dargestellten, moralischen Implikationen vermag “Starved for Help” nun noch mehr in die gewaltigen Fußstampfen der grandiosen Graphic Novel-Vorlage zu treten. Durch das stimmige Fundament, welches der erste Teil „A New Day“ darstellt, kann und wird der Fokus der Fortsetzung verstärkt auf das Handlungsgefüge gelegt, was auch den etwas höheren Action-Anteil der Episode erklärt. 

Tatsächlich schockierende Erlebnisse auf der unheilsvoll friedlichen Farm, vielschichtige neue Figuren und ein verstärkter Fokus auf komplizierte Entscheidungsfindungen (also nicht nur “Rette Person A oder rette Person B”) bereiten auch dem von den fast wöchentlich erscheinenden Zombie-Apokalypsen gesättigtem Gamer ein ganz besonderes Spielvergnügen, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Plattform: PSN (Version getestet), XBLA, PC, Mac, Altersfreigabe (PEGI): 18, Spieler: 1, Erscheinungsdatum: 04.07.2012 (PSN) (5 Episoden mit monatlicher Fortsetzung)