Starbuck-©-2012-Lunafilm

Starbuck

Eine franko-kanadische Komödie, die so gar nichts mit der großen Kaffeehauskette zu tun hat, dafür mit einer Samenbank, die den Spender zum 533-fachen Vater werden lässt…

Patrick Huard verkörpert den Helden David Wozniak, der mangels Geld zwei Jahre lang fleißig einer Samenbank gespendet hat. Nun ist er 42 Jahre alt, im Kopf immer noch ein Teenie und findet heraus, dass er biologischer Vater von mehr als 500 Kindern ist. Anders, als man erwartet, geht er mit dieser Situation um, indem er beginnt, sich ins Leben seiner Nachfahren zu drängen.

David muss sich auch um seine schwangere Freundin Valérie (Julie LeBreton) kümmern, mit der er auf natürliche Weise ein Baby gezeugt hat. Und dann gibt es Fußballspiele, die Metzgerei, in der er arbeitet und seinen Vater sowie seine Brüder, die ihm das Leben manchmal gar nicht so einfach machen. Das schlimmste an seiner Situation ist jedoch die Tatsache, dass er irgendwelchen Gangstern 80.000 Dollar schuldet und dass er von der Samenbank verklagt wird – doch er geht mit seinem Freund (Antoine Bertrand), der Anwalt ist, zum Gegenangriff über.


 

Die Story könnte auch das Leben geschrieben haben, denn es stellte sich, nachdem das Projekt angestoßen wurde, heraus, dass ein Mann durch Samenspenden 500 Kinder gezeugt hatte. Also erhöhte man die ursprünglich angedachte Kinderzahl von 150 auf 533, um realitätsnäher erzählen zu können.

Wer sich den Film im Originalton ansieht, muss sich auf kanadisches Französisch einstellen, was mitunter etwas gewöhnungsbedürftig ist – mit Untertitel geht’s dann aber. Der Titel „Starbuck“ steht hier nicht für Kaffee, sondern ist das Pseudonym von David Wozniak, um anonym zu bleiben. Der echte Starbuck hat übrigens über 200.000 Kinder und war ein Bulle, der im Jahr 2000 sogar einen Klon bekam. Eine Komödie, die zum Nachdenken anregt, mit einem sympathischen, wenn auch chaotischen, Helden aufwartet und einen hohen Realitätsbezug hat. 

Regie: Ken Scott, Drehbuch: Ken Scott, Martin Petit, Dasteller: Patrick Huard, Julie LeBreton, Antoine Bertrand, Laufzeit: 103 Minuten, Kinostart: 17.08.2012