The Black Keys © 2011 Warner

The Black Keys – El Camino

Mit “El Camino” schlagen die Black Keys eine neue Richtung ein und entwickeln sich neu. Zwar werden eingefleische Fans damit etwas zu kämpfen haben, aber für alle anderen gilt: wer das amerikanische Drums/Guitar Duo noch nicht kennt, sollte dies schnellstens nachholen… 

The Black Keys wurden 2001 gegründet und bestehen aus Dan Auerbach (Gitarre, Gesang) und Patrick Carney (Drums). 2010 schafften sie mit der Platte “Brothers” den Durchbruch. War das Duo davor für seinen dreckigen Garagen Sound bekannt und unter Kritikern beliebt, folgten danach ausverkaufte Stadien, Grammy- Nominierungen, der Wechsel zu einem Majo-Label und gute Platzierungen in den Charts. Diese Erfahrungen hat die Band verändert. Auf “El Camino” sind die Black Keys vor allem eines: zugänglicher.

Dank des Erfolgs besitzt das Duo nun ein ein eigenes Studio in Nashville, trotzdem setzen sie noch auf ihren Vintage-Style. Auerbach und Carney arbeiten auf der neuen Platte erneut (und damit zum bereits dritten Mal) mit Gnarls Barkley-Produzent Danger Mouse zusammen und veröffentlichen mit “El Camino” ihr siebten Studioalbum. Bereits beim ersten Reinhören wird klar, dass The Black Keys einen guten Mittelweg zwischen Altbewährtem und den neuen Einflüssen gefunden haben.

[stextbox id=“black“ defcaption=“true“][/stextbox]

Zwar verlieren Auerbach und Carney etwas vom Blues, aber das schadet der Platte nicht unbedingt. Highlights sind unter anderem “Lonely Boy”, eine perfekte erste Singleauskopplung der Band, die Vorfreude auf mehr macht und “Little Black Submarines” der wie eine Ballade startet und sich dann zu einem harten, punkigen Song entwickelt. Die elf Songs auf “El Camino” sind allesamt kompakt verpackt, vor allem eingängig und emotional. Treibende Gitarren und kräftige Drums dominieren, aber auch Glamrock Elemente, poppige Melodien, Reggae Nuancen und ruhige Melodie sind vertreten.

Nach etwas mehr als 30 Minuten ist das Spiel von Auerbach und Carney  dann leider auch schon vorbei. Zurück bleibt der Eindruck, dass “El Camino” zwar etwas glatter und durchproduzierter als alle Vorgänger ist, aber dennoch eine unglaubliche Kraft besitzt. The Black Keys scheiden mit der neuen Platte zweifelsohne die Geister. Wobei man aber bedenken muss, dass das neue Werk eine aufgeschlossene und gelungene Weiterentwicklung des Duos darstellt.

[stextbox id=“custom“ defcaption=“true“]

  •  The Black Keys sind zugänglicher
  • großartiger Sound
  • geht unweigerlich ins Ohr
  • Für Fans der ersten Stunde zu kommerziell
  • glatter als die Vorgänger

The Black Keys – El Camino, Nonesuch/Warner

[/stextbox]