Alternativa-©-2011-Peter-Games

Alternativa

6
Adventure

Zurzeit erfährt das Genre des Point and Click-Adventures ein wahres Revival und so lässt es sich der Publisher Peter Games auch nicht nehmen, die Fans mit einem neuen Sic-Fi Adventure rund um Mord, Macht, Verrat und Korruption zu versorgen. Richard Rocek lebt im Jahr 2045, in einer Welt, die durch Kriege und Revolutionen zerstört wurde. Das Land ächzt unter der Knechtschaft einer durch und durch korrupten Diktatur. Ein Großteil aller Menschen lebt zusammengedrängt in den Slums der Metropolen und nur wer eine gültige Arbeitserlaubnis hat, darf die Elendsviertel verlassen. Diese wird Richard kurzer Hand entzogen und so findet er sich, perspektivenlos und verloren, gefangen in den Slums wieder. Verbittert will sich Richard dem Widerstand anschließen, doch kaum hat er Kontakt aufgenommen, steht er auch schon unter Mordverdacht.

Die sich um Macht, Korruption und Vergewaltigung drehende Story zeichnet gemeinsam mit dem düsteren Setting eine ziemlich dystopische Zukunftsvision. In den Straßen der sterilen Metropole patrouillieren Roboterpolizisten, während in den dreckigen Seitengassen der Slums verrostete Autowracks an bessere Zeiten erinnern. Die Grafik ist zwar nicht auf dem aktuellen Stand der Technik, vermittelt aber trotzdem einen stimmungsvollen und atmosphärischen Eindruck – Leider kann man das über die deutsche Synchronisation und die Story nicht sagen. Man muss Alternativa zwar zugutehalten, dass wirklich jeder Dialog vertont wurde, allerdings tragen die Stimmen kaum etwas zum düsteren Flair des Spiels bei.


Mit der Geschichte verhält es sich ähnlich. Hier mag die Einbindung unterschiedlicher Hauptfiguren zwar eine gute Idee sein, der Handlungsverlauf bleibt trotzdem (aufgrund mehrerer Lücken) sprunghaft und holprig. Obendrein endet dieser auch noch abrupt und lässt viele Fragen ungeklärt. Alternativa bietet zwei Schwierigkeitsgrade, wobei man sich auf dem Höheren die Hotspots nicht anzeigen lassen kann und die Anzahl der verbleibenden Leben begrenzt ist. Ja, in Alternativa kann man sehr wohl sterben oder eingesperrt werden, wenn man eine falsche Entscheidung trifft.

Alternativa erzeugt zwar eine schön düstere und dystopische Stimmung und zeigt auch ansatzweise einige gute Ideen, allerdings hapert es an der Ausführung. Gerade in diesem Genre leben die Spiele von einer guten (oder zumindest einigermaßen reibungslosen Story. Mangels dieser ist Alternativa nur etwas für wirkliche Dystopie-Fans und Adventure-Junkies.

Plattform: PC (Version getestet), Altersfreigabe (PEGI): 16, Spieler: 1, Erscheinungsdatum: 24.06.2011